Zum Hauptinhalt springen

Ein Superspeicher aus winzigen Magnetknoten

Daten auf Computer-Festplatten werden immer dichter gepackt. Hamburger Forscher haben ein Vorgehen entwickelt, das die Speicherkapazität um das Hundertfache vergrössern könnte.

Niklas Romming sitzt vor dem Kontrolldeck seines Labors, alle vier Bildschirme im Blick. Dann ein Mausklick, und aus einem Lautsprecher tönt ein rhythmisches Knarzen: Der Hamburger Physiker hat die extrem feine Spitze seines Nano-mikroskops in Gang gesetzt. Ähnlich wie die Nadel eines Plattenspielers fährt sie holpernd über eine besondere Materialprobe – ein Stück Iridiummetall, beschichtet mit zwei unvorstellbar dünnen Schichten aus Eisen und Palladium.

Per Mausklick stoppt Romming die Nanospitze, er hat eine geeignete Stelle auf der Probe gefunden. «Jetzt schicke ich einen kurzen Strompuls durch die Spitze», sagt er. Einige Minuten später, nach einer kurzen Kontrollmessung, ist klar: Das Experiment ist geglückt. Mithilfe des Strompulses hat der Forscher ein «Skyrmion» in das Palladium-Eisen-Sandwich geprägt. Entstanden ist eine Art magnetischer Nanoknoten. Für die künftige Speichertechnik könnte das schlichte Laborexperiment hochinteressant sein: Zwar fassen moderne Computerfestplatten heute bis zu acht Terabyte. Doch ein Massenspeicher, basierend auf Skyrmionen-Technik, könnte eines Tages das Zehn- oder sogar das Hundertfache an Daten bewältigen, so viel, wie auf 100 000 DVDs passt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.