Zum Hauptinhalt springen

Ein Teenager revolutioniert die Solarenergie

Ist er ein Alien, ein Verschwörungsagent oder einfach eine «intellektuelle Hannah Montana»? Ein 13-Jähriger aus New York mischt die Forschergemeinschaft gehörig auf.

Helles Köpfchen: Aidan Dwyer experimentiert, um natürliche Energie mit den Waffen der Natur stärker zu machen.
Helles Köpfchen: Aidan Dwyer experimentiert, um natürliche Energie mit den Waffen der Natur stärker zu machen.
American Museum of Natural History (amnh.org)

Teenager können eine Menge Lärm machen und damit viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Das trifft auch auf Aidan Dwyer zu – aber auf eine andere Art. Der 13-Jährige mischt gerade die Wissenschaftsszene gehörig auf. Dwyer und seine Erfindung polarisieren so sehr, dass ihn die einen ein Alien nennen. Andere wiederum halten ihn für den Agenten einer weltweiten Verschwörung, berichtet das «Wall Street Journal», das ihn etwas nüchterner «eine intellektuelle Hannah Montana» nennt.

Dwyer ist im wahrsten Sinne des Wortes ein helles Köpfchen. Im vergangenen Sommer gewann er einen nationalen Wissenschaftswettbewerb für etwas, das so einfach wie genial war. Der Junge hatte beobachtet, wie Blätter an Bäumen angeordnet sind. Er berechnete und übertrug das natürliche Konzept – die berühmte Fibonacci-Kurve aus dem 13. Jahrhundert – auf Solarpanels. Diese sollten auf diese Weise effizienter Sonnenenergie in Strom umwandeln.

Gefragter Gast

Sollten – denn Aidan war bei seiner Arbeit ein Rechenfehler unterlaufen, der in der wissenschaftlichen Internet-Community natürlich sofort aufflog. Eine Menge Spott und Hohn waren die Folge – sowie die Etikettierung als Alien oder Agent.

Doch im Grundsatz zweifelt niemand das Potenzial der Idee an. Der unscheinbare Aidan sprach im Herbst vor 500 Gästen an einer Innovationskonferenz einer NGO, im Frühling wird Aidan 300 Studenten der New York University seine Ideen erklären. Und nachdem sie Aidan auf Youtube gesehen hatten, luden die Organisatoren des Future Energy Summit in Abu Dhabi ihn kurzerhand ein. Ein 13-jähriger Nerd ist auf der Weltbühne angekommen. «Wir brauchen Tausende Aidans», sagt dazu einer der Organisatoren.

Aidan hat nicht aufgegeben, trotz Rechenfehlern. Im winzigen Hinterhof seines Elternhauses, so das «Wall Street Journal», steht mittlerweile sein zweiter Prototyp. Eine Solaranlage in Form eines Baumes. Aidan ist derzeit am Messen und Evaluieren. Diesmal rechne er richtig, sagt Aidan. Und es sehe ganz danach aus, dass sein Baum konventionelle Panels in den Schatten stelle.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch