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Ein Windpark, der mehr als Mühleberg leistet

468 Megawatt Leistung werden die 101 Offshore-Windturbinen an der US-Nordostküste bringen. Für Siemens eine Anlage mit «bedeutendem Potenzial».

Seit 2001 in der Planung: Visualisierung des Windparks Cape Wind, der 20 Kilometer vor der Insel Nantucket entstehen wird. (Bild: capewind.org)
Seit 2001 in der Planung: Visualisierung des Windparks Cape Wind, der 20 Kilometer vor der Insel Nantucket entstehen wird. (Bild: capewind.org)

Der deutsche Industriekonzern Siemens hat in den USA einen Grossauftrag für einen Meereswindpark an Land gezogen. Im Endausbau werde das Offshore-Windkraftwerk Cape Wind an der US-Nordostküste im Bundesstaat Massachusetts eine Leistung von 468 Megawatt (zum Vergleich: Mühleberg kommt auf eine Leistung von 373 Megawatt) haben, teilte der Konzern mit. Damit entstehe der erste US-Meereswindpark dieser Grössenordnung.

Branchenkenner schätzen den Auftragswert samt des dazugehörigen Servicevertrags auf knapp eine Milliarde Dollar. Siemens konkurriert in dem Geschäft unter anderem mit dem dänischen Rivalen Vestas. In den vergangenen Tagen hatte Siemens bereits den Zuschlag für einen grossen Windpark an Land, sowie für zwei Kraftwerksblöcke erhalten.

101 Windturbinen

«Die USA sind ein Schlüsselmarkt für Siemens», sagte Siemens-Chef Michael Süss. Offshore-Windenergie habe in den USA ein «bedeutendes Potenzial», um in Zukunft die Küstengebiete der Vereinigten Staaten mit sauberem Strom zu versorgen, erklärte er.

Sobald die nun getroffene Vereinbarung im nächsten Kalenderjahr wirksam werde, liefere Siemens 101 Offshore-Windturbinen sowie die Offshore-Serviceplattform. Darüber hinaus sei ein langfristiger Servicevertrag vereinbart worden. Installation und Inbetriebnahme des seit 2001 geplanten Windkraftwerks 20 Kilometer vor der Insel Nantucket seien für 2016 vorgesehen.

SDA/kpn

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