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Eine Rammfahrt durchs Packeis

Eine Winterexpedition in die Antarktis ist äusserst heikel. Ein Buch beschreibt nun die abenteuerliche Reise des Forschungsschiffs Polarstern.

Vorwärts, rückwärts, krach – mühsam kämpft sich der Forschungseisbrecher Polarstern Meter für Meter durch das kompakte Eisfeld des Südpolarmeers. Mit voller Wucht schiebt sich sein mächtiger Bug auf das Eis zu. Die 15 000 Tonnen Stahl lassen die Scholle zerbersten. Doch dann steckt das leistungsfähigste Polarforschungsschiff der Welt alsbald wieder fest. Nichts geht mehr, die Maschinen werden heruntergefahren. Denn eine erneute Gewaltaktion würde viel zu viel Treibstoff verbrauchen.

Die Crew muss sich also in Geduld üben. Abwarten und driften. Mit einer Meile pro Stunde, manchmal sogar noch weniger, geht es nur schleppend voran. Sogar zu Fuss wären die Forscher theoretisch noch schneller, doch die Temperaturen sind in dieser unwirtlichen Gegend viel zu garstig für solche Gedankenspiele. Gemäss dem Kapitän muss die Besatzung sich deshalb dem Rhythmus der Natur anpassen, die ihr eigenes Tempo vorgibt.

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