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Erstmals erhält eine Frau «Nobelpreis» für Mathematik

Seit rund 80 Jahren wird die Fields-Medaille nun schon verliehen. Als erste Frau erhielt nun die iranisch-amerikanische Mathematikerin Maryam Mirzakhani den begehrten Preis.

Erste Frau in der Reihe der Fields-Medaillen-Gewinner: Maryam Mirzakhani stellt sich und ihre Arbeit vor. (Sprache: Englisch)

Drei Männer und eine Frau sind in Seoul mit der Fields-Medaille ausgezeichnet worden. Mit Martin Hairer erhielt erstmals ein Österreicher diese alle vier Jahre von der Internationalen Mathematischen Union (IMU) verliehene Ehrung, die als «Nobelpreis» für Mathematik gilt.

Der 38-jährige österreichische Mathematiker von der University of Warwick in Grossbritannien erhielt die mit umgerechnet 12'400 Franken verbundene Auszeichnung für seine «herausragenden Beiträge zur Theorie von stochastischen partiellen Differenzialgleichungen».

Hairer kam 1975 in Genf zur Welt. Er absolvierte in der Schweiz die Schule, studierte an der Universität Genf Mathematik und Physik, wo er 2001 in Physik promovierte.

Doktor in Harvard

Gemeinsam mit Hairer wurden der Brasilianer Artur Avila, der Kanadier indischer Herkunft Manjul Bhargava und mit der iranisch-amerikanischen Mathematikerin Maryam Mirzakhani die erste Frau ausgezeichnet. Mirzakhani stammt aus dem Iran und lehrt an der US-Universität Stanford in Kalifornien.

Mirzakhani nannte die Auszeichnung eine «grosse Ehre». Sie hoffe darauf, dass sie viele andere junge Wissenschaftlerinnen und Mathematikerinnen bestärken werde, hiess es in einer Mitteilung ihrer Universität. Sie sei sich sicher, dass künftig viele Frauen derartige Preise erhielten.

Mirzakhani wurde 1977 in Teheran geboren und gewann schon als Teenager Goldmedaillen bei internationalen Mathematik-Olympiaden. Die Geometrie-Expertin machte ihren Doktor an der US-Eliteuniversität Harvard. Seit 2008 ist sie Professorin in Stanford, wo sie mit ihrem Mann und ihrer dreijährigen Tochter lebt.

Die Medaille ist nach dem kanadischen Mathematiker John Charles Fields benannt und wird seit 1936 verliehen. Die Fields-Medaillen werden traditionell beim Internationalen Mathematikerkongress (ICM) vergeben. Die grösste Tagung in diesem Fachbereich findet heuer in Südkorea statt. Geehrt werden immer zwei bis vier Mathematiker unter 40 Jahren für herausragende Entdeckungen auf ihrem Fachgebiet.

sda/AFP/ajk

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