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Forschen, bis die Wände wackeln

Lange hatten Bauingenieure vor allem die Statik im Blick. Dass ein solides Bauwerk auch eine Dynamik entwickeln kann, lehrte sie ETH-Professor Hugo Bachmann.

«Seit etwa fünf Jahren ist Erdbebensicherheit für Architekten selbstverständlich», sagt Hugo Bachmann. Foto: Dominique Meienberg
«Seit etwa fünf Jahren ist Erdbebensicherheit für Architekten selbstverständlich», sagt Hugo Bachmann. Foto: Dominique Meienberg

Beim Eingang zum Forschungsinstitut Empa in Dübendorf steht ein Büro­gebäude mit einer schönen Fassade aus sichtbaren Backsteinen. Knapp armdicke Kabel laufen vom Dach zum Boden. Hugo Bachmann kennt den Hintergrund: «Diese Fassade ist erdbebengefährdet, aber man hat sie nachträglich ertüchtigt und dazu die Kabel eingebaut.» Das Beispiel steht für viele andere Bauten in der Schweiz. Gebaut zu einer noch nicht lange zurückliegenden Zeit, als Erdbebenschutz kein Thema für Architekten und Ingenieure war, müssen die Häuser nachgerüstet werden. Die Kabel am Empa-Verwaltungsgebäude machen das Haus nicht stärker, aber steifer, und darauf kommt es an. Der Aufwand bleibt im Rahmen, wie Bachmann betont, bei Neubauten kostet der Erdbebenschutz im Durchschnitt nicht einmal ein halbes Prozent der Bausumme.

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