Zum Hauptinhalt springen

Forscher klagen gegen das Cern-Projekt

Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Strassburg muss sich mit dem Teilchenbeschleuniger LHC am Genfer Cern befassen.

Eine Forschergruppe verlangt in einer Beschwerde, die Inbetriebnahme des LHC sei vorerst zu verbieten. Die Klage sei von Forschern und Privatpersonen um den deutschen Chaostheoretiker Otto Rössler initiiert worden, sagte der Wiener Markus Goritschnig, der die Gruppe koordiniert, auf Anfrage. Stellvertretend für diese Gruppe hätten drei Privatpersonen aus der Schweiz, Deutschland und Österreich die Klage unterschrieben.

Goritschnig wiess darauf hin, dass es für Teilchenbeschleuniger wie den LHC kein normiertes Verfahren für die Risikoüberprüfung gebe. Solche seien etwa für Atomkraftwerke gang und gäbe. Mit dem Vorstoss soll eine Diskussion darüber angeregt werden, sagte Goritschnig, denn es seien schon grössere Teilchenbeschleuniger geplant.

Umstrittene Angst vor einer Katastrophe

Die Beschwerde knüpft an die Befürchtung an, dass bei den Teilchenkollisionen im LHC schwarze Löcher entstehen könnten. Rössler glaubt, sie könnten die Erde «aufsaugen». Dieses Risiko sei genügend hoch, als dass das Projekt abgebrochen werden müssen, so argumentieren die Kläger.

Der Large Hadron Collider (LHC) soll seinen Betrieb am 10. September aufnehmen. «Nach meinem Verständnis gibt es keine Risiken», hielt Ulrich Straumann, Professor für Experimentalphysik an der Universität Zürich, im Vorfeld der Inbetriebnahme fest. Die Theorie Rösslers sei widerlegt worden. Das CERN habe solche Fragen intensiv studiert.

SDA/raa

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch