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Hacker zeigen Lücke in Schweizer Zügen

Ein russischer Computerfachmann hat das Passwort eines Routers geknackt, der auch in Schweizer Zügen verwendet wird. Das Gerät überträgt Daten von Überwachungskameras oder Notrufe.

Ein zur Verfügung gestelltes Update soll bereits die Sicherheitslücken beheben: Eine Luftaufnahme des Zürcher Hauptbahnhofs. (Symbolbild)
Ein zur Verfügung gestelltes Update soll bereits die Sicherheitslücken beheben: Eine Luftaufnahme des Zürcher Hauptbahnhofs. (Symbolbild)
Gaetan Bally, Keystone

Hacker haben Sicherheitslücken in Bauteilen gefunden, die in Schweizer Zügen zum Einsatz kommen. Gemäss «Zentralschweiz am Sonntag» handelt es sich dabei um einen Router, der Daten der Überwachungskameras und Informationsbildschirme, aber auch Notrufe übertragen kann.

Einem russischen Computerfachmann sei es gelungen, das Passwort des Geräts mit einem einfachen Trick zu ändern. Vorgestellt wurde das Beispiel kurz nach Weihnachten in Deutschland an einem Kongress, den die Melde- und Analysestelle Informationssicherung des Bundes in ihrem jüngsten Bericht erwähnt.

Update zur Verfügung gestellt

Der Hacker, der für eine Sicherheitsfirma arbeite, habe auf Anfrage keine Auskunft über seine Erkenntnisse erteilen wollen. Er hätte auf einen Ehrenkodex verwiesen, wonach Details über Sicherheitslücken erst kommuniziert werden, wenn diese geschlossen sind.

Der Hersteller des Routers hat bereits 2014 ein Update zur Verfügung gestellt, welches die Schwachstelle behebe, schreibt die «Zentralschweiz am Sonntag». Unklar sei aber, ob dieses bei allen Geräten eingespielt worden ist. Angesichts der zahlreichen Probleme mit elektronischer Infrastruktur fordert ETH-Dozent Stefan Frei Sicherheitstests für kritische Komponenten: «Ich bin überzeugt, dass Sicherheitsstandards für Elektronikprodukte früher oder später ohnehin eingeführt werden.»

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