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Helferlein für Easyjet

Einen Tag dauerten bisher Inspektionen eines Flugzeuges, etwa nach einem Blitzeinschlag. Bei Easyjet sollen künftig Drohnen die Maschinen innert weniger Stunden untersuchen - und dem Konzern Geld einsparen.

Dank ihnen soll die Maschine schneller wieder in der Luft sein: Eine der neuen Drohnen wird während des Pressetermins in London von Easyjet vorgeführt. (Bild: Screenshot AeroTelegraph)
Dank ihnen soll die Maschine schneller wieder in der Luft sein: Eine der neuen Drohnen wird während des Pressetermins in London von Easyjet vorgeführt. (Bild: Screenshot AeroTelegraph)

Mini-Drohnen von der Grösse eines Fussballs sollen Easyjet künftig bei der Überprüfung von Flugzeugen helfen. Weil damit teurere Inspektoren ersetzt werden können, spart die Fluggesellschaft Geld. Der britische Billigflieger stellte am Firmensitz am Flughafen London-Luton das mit Kameras ausgerüstete und von sechs Rotoren angetriebene Fluggerät vor, das Flugzeuge etwa nach einem Blitzeinschlag auf Defekte hin absuchen soll. Die Bilder sollen dann in der Firmenzentrale ausgewertet werden.

Nach Firmenangaben kann so eine Inspektion binnen Stunden erfolgen, für die bislang ein Tag benötigt wurde. Das Flugzeug ist schneller wieder in die Luft, was sich wirtschaftlich auszahlt.

Easyjet-Manager Ian Davies sagte, derzeit fielen etwa sieben von tausend Flügen bei der Fluggesellschaft aus technischen Gründen aus. Ziel sei, die Quote bis 2020 auf null zu drücken.

Tablets anstatt Bordbücher

Ein Problem, das zur Flugverschiebung auf den nächsten Tag und damit zu Kosten für die Hotelunterbringung von Passagieren führt, belaste das Unternehmen mit bis zu 25'000 Dollar. Dies komme bei Easyjet in etwa 100 Fällen pro Jahr vor. Könnte das Flugzeug schneller wieder starten, fielen diese Kosten weg.

Easyjet zufolge sind die Drohnen nur ein Baustein der Bemühungen, die Kosten ständig weiter zu senken. So soll allein der Austausch von Bordbüchern gegen Tablet-Computer durch die Gewichtsreduzierung dazu führen, dass die jährlichen Kerosinkosten um 500'000 Dollar zurückgehen.

Ferner wird an der Entwicklung spezieller Brillen gearbeitet, die Inspekteure bei der Durchsicht der Flugzeuge tragen sollen. Die Brillen sollen Bilder an einen Spezialisten in der Zentrale übertragen. So will Easyjet mit weniger Personalkosten für dieselbe Sicherheit sorgen.

SDA/kpn

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