Hier fliegen zwei Galileo-Satelliten ins All

Von Französisch-Guyana ist eine Rakete mit den Satelliten Nr. 9 und 10 des Galileo-Programms gestartet. Diese sollen dem US-Navigationssystem Konkurrenz machen.

Und ab: Die Sojus-Rakete mit den Galileo-Satelliten startet. (Video: Storyful)

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Im Rahmen des europäischen Galileo-Programms sind zwei weitere Satelliten ins All befördert worden. Die Sojus-Rakete mit den Satelliten neun und zehn hob um 4.08 Uhr (MESZ) vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Die Wissenschaftler werden aber erst einige Zeit nach dem Start wissen, ob die Satelliten korrekt in der Umlaufbahn platziert werden konnten. Mit den beiden Satelliten wäre ein Drittel der insgesamt 30 Satelliten im All, aus denen das künftige europäische Navigationssystem bestehen wird.

Galileo soll dem US-Navigationssystem GPS Konkurrenz machen. Das europäische Milliarden-Programm hatte im August 2014 einen Rückschlag erlitten, als die Galileo-Satelliten fünf und sechs nicht die vorgesehene Umlaufbahn erreichten. Grund war eingefrorener Treibstoff in der russischen Sojus-Trägerrakete. Infolge der technischen Panne gerieten die Satelliten auf eine schiefe elliptische Bahn.

Navigationssystem bis 2020 einsatzbereit

Inzwischen konnten sie jedoch in günstigere Umlaufbahnen manövriert werden. Im März dieses Jahres hoben die Satelliten sieben und acht von Kourou ab. Bis zum Jahresende sollen noch zwei weitere Galileo-Satelliten in den Weltraum gebracht werden. Künftig soll sich die Zahl der pro Start in den Weltraum beförderten Satelliten von zwei auf vier verdoppeln.

Ende 2016 sollen nach dem Willen der EU-Kommission, die das Programm finanziert, insgesamt 16 Satelliten des Navigationssystems die Erde umrunden. Bis 2020 schliesslich soll das Galileo-System mit 30 Satelliten komplett einsatzbereit sein. (thu/sda)

Erstellt: 11.09.2015, 09:56 Uhr

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