Schwerkranker Hawking fliegt ins All

Der im Rollstuhl sitzende weltberühmte Physiker Stephen Hawking folgt einer Einladung von Virgin-Galactic-Chef Richard Branson.

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Der schwerkranke Astrophysiker Stephen Hawking hält an seinem Plan für eine Reise ins All fest. Wie die englische Zeitung «The Independent» schreibt, erzählte der 75-jährige britische Wissenschaftler dem Fernsehsender ITV in Good Morning Britain: «Drei Kinder haben mir grosse Freude gemacht. Und ich kann Ihnen sagen, was mich glücklich machen wird: eine Reise ins Weltall.»

Virgin-Galactic-Chef Richard Branson hatte Hawking schon vor Jahren eine Mitflugmöglichkeit für die Zukunft angeboten. Er habe sofort zugesagt, berichtete Hawking. «Ich dachte, mich würde nie jemand mitnehmen», zitiert ihn die Zeitung. Möglicherweise sei er aber in den USA nicht willkommen, da er US-Präsident Donald Trump als Demagogen bezeichnet habe, sagte der Astrophysiker.

Hawkings Pressestelle war am Montag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Der 75-Jährige leidet an der unheilbaren Muskel- und Nervenkrankheit ALS (Amyotrophe Lateralsklerose). Seit Jahrzehnten sitzt er fast völlig bewegungsunfähig im Rollstuhl. Er kann nur sehr langsam mit Hilfe eines Sprachcomputers kommunizieren.

Justin Bieber ist auch auf der Liste

Vor zehn Jahren hatte Hawking einen Parabelflug unternommen. Dabei konnte der Astrophysiker bei einem kontrollierten Sturzflug in einer umgebauten Boeing für kurze Zeit das Gefühl der Schwerelosigkeit erleben - und war völlig begeistert.

Die Firma Virgin Galactic des britischen Milliardärs Branson will in Zukunft Touristen ins All fliegen. Ein Platz bei einem der Flüge soll etwa 250'000 Dollar kosten. Auf einer Warteliste dafür steht seit längerer Zeit neben Stephen Hawking unter anderem auch Justin Bieber. (sep/sda)

Erstellt: 22.03.2017, 14:26 Uhr

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