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Im Expressflug zur ISS-Raumstation

In nur sechs Stunden erreichten drei Raumfahrer aus Italien, Russland und den USA in einer Sojus-Kapsel die Internationale Raumstation. Bis vor kurzem dauerte die Reise fast zwei Tage.

ISS wieder mit Vollbesetzung: Sojus-Rakete startet in Kasachstan. (29. Mai 2013)

Die Besatzung der Raumstation ISS ist wieder zu sechst – dabei ist erstmals seit knapp einem Jahr auch ein westeuropäischer Astronaut. Auf den Italiener warten während der kommenden fünf Monate viele Aufgaben. So soll er zweimal zu Ausseneinsätzen ins All aussteigen.

Nach einem Expressflug von weniger als sechs Stunden haben ein Italiener, eine US-Astronautin und ein russischer Kosmonaut die Internationale Raumstation ISS erreicht. Ihre russische Sojus-Kapsel koppelte am frühen Morgen am Aussenposten der Menschheit an, wie die Europäische Weltraumbehörde Esa mitteilte.

Zwei Stunden später wurden die Luken geöffnet und die Neulinge konnten an Bord der ISS klettern, wo sie herzlich von drei Kollegen begrüsst wurden.

Zwei riskante Ausseneinsätze

Der Italiener Luca Parmitano ist zum ersten Mal im All und zudem der erste Esa-Astronaut auf der ISS seit knapp einem Jahr. Während seines etwa fünfmonatigen Aufenthaltes wartet ein volles Programm auf den Familienvater aus Sizilien. Dazu gehören zwei riskante Ausseneinsätze sowie etwa 20 Esa-Experimente in Bereichen wie Medizin oder Biologie.

Ausserdem überwacht der 36-Jährige unter anderem das Andockmanöver des unbemannten Esa-Transporters «Albert Einstein», der Anfang Juni Nachschub ins All liefern soll.

Zweiter Expressflug

Es war das zweite Mal, dass eine bemannte Sojus die gut 400 Kilometer Distanz von der Erde zur ISS in schneller Flugzeit zurücklegte - bis vor kurzem dauerte die Reise noch fast zwei Tage. Grund dafür ist eine neue Navigationstechnik, die lediglich vier Erdumrundungen erfordert. Parmitano ist nun der erste Westeuropäer, der einen solchen Expressflug mitgesteuert hat.

Gemeinsam mit dem Russen Fjodor Jurtschichin und der US-Amerikanerin Karen Nyberg war Parmitano am Vorabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. «Es ist Zeit! Danke für Eure Unterstützung und Eure Wünsche. Bis bald aus der Cupola», schrieb Parmitano vor dem Abflug auf Twitter. Cupola ist ein Beobachtungsturm auf der ISS. Die drei Raumfahrer sollen nach 166 Tagen im November zur Erde zurückkehren.

Vorerst aber hat die ISS wieder die sechsköpfige Soll-Stärke erreicht. Dort sind auch die russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin sowie der US-Astronaut Chris Cassidy im Einsatz.

SDA/chk/bru

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