Zum Hauptinhalt springen

«Jetzt zählen nur noch erneuerbare Energien»

Der St. Galler Wirtschaftsprofessor Rolf Wüstenhagen glaubt, dass ein Atomausstieg machbar ist, und dies erst noch klimaschonend. Jedoch nur, wenn der Staat regulierend eingreift und der Strom teurer wird.

«Die Entwicklungsprognosen für die Erneuerbaren sind viel besser als erwartet», sagt Wirtschaftsprofessor Rolf Wüstenhagen. Hier im deutschen Erzgebirge wird aus Wind Energie produziert.
«Die Entwicklungsprognosen für die Erneuerbaren sind viel besser als erwartet», sagt Wirtschaftsprofessor Rolf Wüstenhagen. Hier im deutschen Erzgebirge wird aus Wind Energie produziert.
Keystone

Herr Wüstenhagen, Sie gehören zu den wenigen Forschern in der Schweiz, die schon vor der Katastrophe in Japan für den Ausstieg aus der Atomkraft plädierten. Für einen Professor einer Wirtschaftshochschule ist das erstaunlich.

Nur wenn Sie davon ausgehen, dass neue Atomkraftwerke wirtschaftlich sind. Das ist aber schon länger fraglich. Eine Studie des französischen AKW-Programms zeigt, dass die Investitionskosten im Gegensatz zu anderen Energietechnologien wie Wind- oder Sonnenkraft mit jedem neuen Atomkraftwerk teurer wurden – also nicht umgekehrt, wie man annehmen müsste. Und nach dem Unfall in Japan kommen zusätzliche Sicherheitsmassnahmen dazu. Sogar in Frankreich, wo 58 AKW stehen, sind die Investitionen teurer geworden.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.