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Wo Herr und Frau Schweizer am liebsten wohnen

Dorf, Kleinstadt oder Grossstadt? Eine neue Umfrage der Forschungsanstalt WSL zeigt, was die Schweizer Bevölkerung bevorzugt. Das Ergebnis stellt Siedlungsplaner vor ein Problem.

Der Schweizer ist ein Stadtbewohner. Das zeigt zumindest die Statistik. Gut drei Viertel der Schweizer Bevölkerung leben in der Stadt und der Agglomeration. Und die städtischen Räume weiten sich nach wie vor aus. Seit 1985 ist die Bevölkerung um rund 18 Prozent gewachsen, die Siedlungsfläche hat sich aber um knapp ein Viertel vergrössert. Oft in lockerer Bauweise mit grossem Bodenverbrauch. So ist Siedlungsraum knapp geworden, und die Zersiedlung ist weit fortgeschritten – obwohl bereits in den 1950er-Jahren davor gewarnt wurde und im Verfassungsartikel aus dem Jahr 1969 eine haushälterische und zweckmässige Bodennutzung verankert ist. «Einer der stärksten Treiber der Zersiedlung ist die gute Erreichbarkeit der Städte», sagt Felix Kienast, Landschaftsökologe an der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL in Birmensdorf.

Das soll sich nun ändern. Die Schweizer Bevölkerung nahm vor zwei Jahren eine Teilrevision des Raumplanungsgesetzes an der Urne an. Ein Jahr zuvor sprach sich das Stimmvolk des Kantons Zürich in der Kulturlandinitiative dafür aus, jegliche zusätzliche Überbauung von Landwirtschaftsland zu verbieten. Es liegt nun an den Kantonen und Gemeinden, über die Bücher zu gehen, Bauzonen zu überdenken und Richtpläne zu korrigieren. Grundsätzlich ist unbestritten, nach welchem Grundsatz vorgegangen werden muss: Verdichten und nach innen bauen. Das heisst: Baulücken füllen, Ersatzneubauten errichten, Industriebrachen nutzen, Verkehr optimieren – und möglichst kein zusätzliches Grünland mehr vernichten.

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