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Mit dem Schrottboot nach Honolulu – für saubere Meere

Um gegen Plastikabfälle in den Weltmeeren zu demonstrieren, haben zwei Amerikaner ihr Leben riskiert – mit einem 2600-Meilen-Trip von Long Beach nach Honolulu.

Glücklich wieder an Land: Markus Eriksen nach 87 Tagen auf hoher See.
Glücklich wieder an Land: Markus Eriksen nach 87 Tagen auf hoher See.
Keystone

Gestern endete die ungewöhnliche Seefahrt im Ala-Wai-Hafen in Honolulu – eine Werbetour für saubere Meere, bis in das kleinste Detail. Statt robuster Holzplanken trugen 15'000 Plastikflaschen auf Holmen aus altem Aluminium das Segelfloss namens «Schrott» – zusammengehalten von einem ausrangierten Fischernetz. Müll also, der tagtäglich tonnenweise im Meer landet.

Von Luxus konnte auf dem Kreuzer ebenfalls keine Rede sein. Anstelle einer gemütlichen Kajüte verwendeten der Meereskundler Dr. Marcus Eriksen von der Algalita Marine Research Foundation und sein Kompagnon, der Filmemacher Joel Paschal, ein Cockpit eines ausrangierten Cessna-Flugzeugs vom Typ 310. «Ja, wir riskieren unser Leben, aber das Thema Plastik, das aus Erdöl entsteht, und unsere Abhängigkeit vom Öl, erfordern dringend Taten», hatte der Amerikaner Eriksen vor dem Beginn der Reise gesagt.

Er sollte Recht behalten. In 87 Tagen auf dem offenen Meer trafen die Öko-Seemänner auf vier Hurrikane, und auch die Ernährung erwies sich zuweilen als heikel. «Wir haben grosse Stücke Plastikmüll aus dem Meer geholt, und wir haben Fische gefangen, deren Bauch voller Plastikpartikel waren», so funkte Erikson am letzten Tag auf See, «Plastik ist für immer, und es ist überall».

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