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Privatunternehmen soll für Nachschub im All sorgen

Die Nasa will erstmals ein privates Unternehmen für die Versorgung der Internationalen Raumstation ISS einsetzen. Im Februar soll SpaceX eine Dragon-Kapsel von Cape Canaveral aus in die Erdatmosphäre schicken.

SpaceX soll als erstes privates Unternehmen für die Versorgung in der ISS sorgen: Ein Space Shuttle der Firma SpaceX startet in Cape Canaveral. (Archivbild)
SpaceX soll als erstes privates Unternehmen für die Versorgung in der ISS sorgen: Ein Space Shuttle der Firma SpaceX startet in Cape Canaveral. (Archivbild)
Keystone

Die Nasa will die Versorgung der Internationalen Raumstation ISS einem privaten Unternehmen anvertrauen. Die US-Weltraumbehörde kündigte am Freitag an, dass eine Kapsel der Firma Space Exploration Technologies Corp - oder SpaceX - Nachschub zur ISS bringen solle.

Die Ankündigung kam genau ein Jahr und einen Tag, nachdem SpaceX als erstes privates Unternehmen erfolgreich eine Raumkapsel in den Orbit geschickt und wieder zur Erde zurückgeholt hatte.

Das Rendezvous am 7. Februar

Am 7. Februar soll SpaceX seine unbemannte Dragon-Kapsel wieder von Cape Canaveral in die Erdatmosphäre schicken. Diesmal soll sie aber anschliessend mit Nachschub an die ISS andocken.

Nach Absolvierung der letzten Sicherheitsüberprüfungen und Tests könne das Rendezvous der Dragon-Kapsel mit der ISS bereits in weniger als zwei Monaten stattfinden, sagte die stellvertretende Leiterin der Nasa, Lori Garver. «Es ist der Anfang einer neuen Ära der kommerziellen Frachtenlieferung.»

Keine lebenswichtige Lieferung

Die Nasa betonte, dass der 7. Februar ein angestrebter Termin sei. Sollte das Andocken misslingen, wird SpaceX einen weiteren Versuch unternehmen. Nach dem ursprünglichen Plan war die Lieferung auch erst für die dritte Mission geplant gewesen, SpaceX drang aber auf einen schnelleren Zeitplan.

Für den Fall eines Scheiterns soll die Dragon-Kapsel keine überlebenswichtigen Lieferungen an Bord haben. Anders als die bisher existierenden Versorgungsschiffe wird die Dragon-Kapsel nicht beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen, sondern soll kontrolliert in den Pazifik stürzen.

Nach dem Ende des Space-Shuttle-Programms hat sich die Nasa zur Versorgung der ISS an die Industrie gewandt und dafür hunderte Millionen Dollar investiert. SpaceX wird vom PayPal-Mitbegründer Elon Musk geleitet und ist eines von mehreren Unternehmen, die sich für Flüge zur ISS bewerben.

SDA/wid

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