Raumfahrer fliegen erst nächstes Jahr zur ISS

Nach der Notlandung einer Sojuskapsel ist der Crew-Wechsel auf der Raumstation durcheinander geraten.

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Nach ihrer Notlandung in der kasachischen Steppe sollen der russische Kosmonaut Alexej Owtschinin und der US-Astronaut Nick Hague voraussichtlich im kommenden Frühjahr wieder ins All starten.

«Wir planen ihren Flug für den kommenden Frühling», teilte der Chef der russischen Raumfahrtbehörde, Dmitri Rogosin, am Freitag auf Twitter mit. «Die Kerle werden bestimmt fliegen», erklärte Rogosin und veröffentlichte ein Foto von sich und den beiden lächelnden Astronauten. Demnach kehrten Hague und Owtschinin inzwischen in die Sternenstadt bei Moskau zurück.

Eine Antriebspanne kurz nach dem Start einer russischen Sojus-Rakete zur ISS hatte die beiden Astronauten an Bord am Donnerstag zu einer Notlandung gezwungen. Die beiden landeten unverletzt in Kasachstan.

Sie sollten zur dreiköpfigen Besatzung an Bord der Internationalen Raumstation ISS stossen, auf welcher der deutsche Astronaut Alexander Gerst als erster Deutscher und zweiter Europäer überhaupt derzeit das Kommando hat.

Trümmerteil gefunden

Bemannte Starts mit den Sojus-Raketen sind vorerst ausgesetzt, bis die Unfallursache geklärt ist. Eine Kommission der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos sucht nach der Ursache des ersten derartigen Unfalls seit 1975.

Video: Sojusrakete muss notlanden:

Kurz nach dem Start meldeten die Astronauten ein Problem mit dem Antrieb. Video: AFP

Der Ausfall bringt das komplizierte System der Crew-Wechsel auf der ISS durcheinander, die beteiligten Raumfahrtagenturen können die Auswirkungen aber noch nicht genau abschätzen.

Derweil wurde ein abgestürztes Trümmerteil in der Steppe von Kasachstan gefunden. Der Absturz habe niemanden verletzt, sagte ein Vertreter des kasachischen Zivilschutzes am Freitag in der Hauptstadt Astana. Der Fundort liege 40 Kilometer von der Stadt Dscheskasgan entfernt.

(oli/sda)

Erstellt: 12.10.2018, 18:05 Uhr

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