Selbsterhitzendes Pilz-Risotto für Piccard und Borschberg

Die Solarflugzeug-Piloten essen während ihrer Erdumrundung elfmal pro Tag. Damit sie fürs Kochen weder Zeit noch wertvolle Energie verbrauchen, entwickelte Nestlé Spezialmenüs.

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Risotto und Lauch in luftiger Höhe: Für ihre geplante Erdumrundung mit einem Sonnenkraft-Flugzeug brauchen die beiden Solar-Impulse-2-Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg spezielle Nahrung. Leicht verträglich muss diese sein – und sich selbst erhitzen.

Zeit zum Kochen werden Piccard und Borschberg während ihrer Erdumrundung mit dem Solarflugzeug wohl kaum haben. Zugleich müssen sie aber elfmal pro Tag eine Mahlzeit zu sich nehmen, um bei Kräften zu bleiben.

Nestlé entwickelte Spezialmenüs

Der Mensch brauche mehr Energie in der Höhe, auch wenn gleichzeitig der Appetit proportional zur Höhe abnehme, erklärt Nestlé-Forscherin Amira Kassis in einer Mitteilung. Das Forschungszentrum von Nestlé in Lausanne entwickelte zusammen mit den Beteiligten während vier Jahren Spezialmenüs für die Solar-Impulse-2-Piloten, wie der Nahrungsmittelhersteller mitteilte.

Zuerst hätten sich die Wissenschaftler überlegt, die beiden Piloten während ihrer Tour auf eine Wasser- und Tiefkühlkost-Diät zu setzen, hiess es weiter. Allerdings könnte das Wasser bei möglichen Turbulenzen verschüttet werden und eines der zahlreichen im Flugzeug eingebauten elektronischen Systeme beschädigen.

Das ist das Team hinter Solar Impulse 2. (Video: Youtube/Solar Impulse)

Selbsterhitzende Säckchen

Zudem hätten sich Piccard und Borschberg aufgrund der erhöhten physischen Belastung eine warme Mahlzeit pro Tag gewünscht. Schliesslich lösten die Forscher das Problem durch selbsterhitzende Säckchen, die laut Kassis genauso wie Handwärmer auf Druck reagieren. Damit verbraucht die Erhitzung der Mahlzeiten keine kostbare Energie, die dem Betrieb des Flugzeugs vorbehalten ist.

Zu den verschiedenen Menüs gehören etwa Pilz-Risotto, Quinoa-Taboulé, Poulet mit Sommergemüse oder Kartoffeln mit Lauch, wie Kassis gegenüber der US-Zeitung «Wall Street Journal» ausführte.

Piccard und Borschberg haben laut Kassis jedes Menü mehrere Male probiert. Das Ziel sei nicht nur, dass die Imbisse kompakt, leicht verdaulich und verträglich seien – sondern dass sie den Piloten auch schmecken. (chk/sda)

Erstellt: 09.03.2015, 01:48 Uhr

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