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Stromstösse bringen NSA-Zentrale zum Schmelzen

Die NSA hat in ihrem riesigen Rechenzentrum in Utah massive technische Probleme. Stromschwankungen bringen Metall zum Schmelzen und vernichten Material im Wert von Hunderttausenden Dollar.

Die Eröffnung verzögerte sich um ein Jahr: Blick auf das NSA-Rechenzentrum in Utah. (Archivbild)
Die Eröffnung verzögerte sich um ein Jahr: Blick auf das NSA-Rechenzentrum in Utah. (Archivbild)
Keystone

Das riesige Rechenzentrum der NSA in Utah ist zum Symbol für den Datenhunger des US-Geheimdienstes geworden. Doch nach Angaben der Zeitung «Wall Street Journal» bekommen die Betreiber die Technik nicht in den Griff.

Der US-Geheimdienst NSA kämpft demnach mit massiven Problemen beim Unterfangen, sein gewaltiges neues Rechenzentrum in Betrieb zu nehmen. Die Anlage im Bundesstaat Utah werde von Stromschwankungen geplagt, die Metall zum Schmelzen brächten, berichtete das «Wall Street Journal» heute unter Berufung auf Projektdokumente und Regierungsbeamte.

Eröffnung um ein Jahr verzögert

Ein Angestellter habe die Stromstösse als Blitz in einer 60-Zentimeter-Box beschrieben. In den vergangenen 13 Monaten habe es zehn davon gegeben. Die Probleme hätten Technik im Wert von mehreren Hunderttausend Dollar vernichtet und die Eröffnung des Rechenzentrums um rund ein Jahr verzögert.

Das Rechenzentrum in Utah ist in den vergangenen Jahren zum Symbol für die technische Macht der NSA geworden. Es soll grösser sein als jede vergleichbare Anlage von Google und riesige Datenmengen speichern können. Nach Schätzungen von Experten könne die Kapazität im Zettabyte-Bereich liegen, schrieb das «Wall Street Journal».

Eine Million Dollar pro Monat

Ein Zettabyte entspricht dem Inhalt von 250 Milliarden DVDs. Eine NSA-Sprecherin sagte der Zeitung, dass es in der Testphase technische Probleme gegeben habe, die aber inzwischen eingedämmt seien.

Rechenzentren sind notorische Stromfresser – vor allem die Kühlung der Computer erfordert viel Aufwand. Der Strom für die NSA-Anlage in Utah koste eine Million Dollar pro Monat, hiess es. Damit könnte man eine Stadt mit 20'000 Einwohnern versorgen.

(SDA)

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