Trotz MH 370: 2014 war das sicherste Jahr der zivilen Luftfahrt

Noch nie starben so wenig Menschen bei Flugzeugabstürzen wie im vergangenen Jahr. Bei mehreren Millionen Flügen gab es lediglich zwölf tödliche Unglücke.

Sichere Landung: Ein Learjet landet in Sao Paulo, Brasilien. (13. Februar 2015)

Sichere Landung: Ein Learjet landet in Sao Paulo, Brasilien. (13. Februar 2015) Bild: Paulo Whitaker/Reuters

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Trotz einiger tödlicher Flugzeugunglücke wie der verschwundenen Maschine MH 370 ist das Jahr 2014 nach Angaben des internationalen Luftfahrtverbands IATA das sicherste in der Geschichte der zivilen Luftfahrt gewesen. Im vergangenen Jahr zählte der Verband nach eigenen Angaben zwölf tödliche Flugzeugunglücke mit insgesamt 641 Opfern. Zwischen 2009 und 2013 waren es durchschnittlich 19 Abstürze mit 517 Opfern pro Jahr.

Laut IATA-Bericht ereignete sich im Jahr 2014 ein Flugzeugunglück auf 4,4 Millionen Flüge. Die Quote liege bei 0,23 Unglücken pro einer Million Flüge und befinde sich damit auf dem tiefsten Stand in der Geschichte der Luftfahrt. 2013 habe die Quote bei 0,41 gelegen:

«Obwohl sich das Thema Flugsicherheit einen guten Teil des Jahres auf den ersten Seiten der Zeitungen wiedergefunden hat, ist es sicher, das Flugzeug zu nehmen», sagte IATA-Chef Tony Tyler in Hongkong.

Nachverfolgbarkeit müsse verbessert werden

Die Branche arbeite zudem daran, dass das Fliegen noch sicherer werde, bekräftigte er. Die Industrie sei sich darüber hinaus seit dem mysteriösen Verschwinden des Flugs MH 370 der Malaysian Airlines einig, dass die Nachverfolgbarkeit von Flugzeugen verbessert werden müsse.

Malaysian Airlines war im vergangenen Jahr von einem zweiten schweren Flugzeugunglück betroffen. Der Absturz des Flugs MH17 im Juli im Osten der Ukraine wurde in dem IATA-Bericht aber nicht berücksichtigt, weil es sich dabei nicht um einen Unfall handelte.

Die ukrainische Regierung und der Westen gehen davon aus, dass die Maschine von prorussischen Rebellen abgeschossen wurde. Moskau sieht die Verantwortung hingegen bei Kiew. (pst/sda)

Erstellt: 09.03.2015, 21:47 Uhr

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