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Der unterschätzte Baustoff

Anders als Sand und Kies ist Aushubmaterial im Überfluss vorhanden. ETH-Forscher suchen nach Lösungen, um den ökologisch sinnvolleren Lehmbau zu fördern.

Aus Stampflehm und Klinker gebaut: Schulpavillon Allenmoos II in Zürich-Oerlikon. Foto: Kuster Frey Fotografie
Aus Stampflehm und Klinker gebaut: Schulpavillon Allenmoos II in Zürich-Oerlikon. Foto: Kuster Frey Fotografie

Lehm hat als Baumaterial eine lange Tradition. Mit dem Aufkommen des Betons ist er aber in Vergessenheit geraten. Heute ist Lehm wieder ein Thema – noch nicht so sehr auf dem Bau, aber in der Forschung. Guillaume Habert, Professor für Nachhaltiges Bauen an der ETH, sieht zwei Hauptgründe, die für Lehm sprechen: Die natürlichen Vorkommen von Sand und Kies sind begrenzt, ausserdem kann der Abbau die Landschaft beschädigen. Zum Zweiten wird immer mehr Wert auf Baumaterialien gelegt, die ein gesundes Wohnklima schaffen. Dann gibt es noch ein drittes Argument: Die CO2-Bilanz von Lehmbauten ist besser als diejenige von Beton. Als Bindemittel wird beim Beton nämlich Zement verwendet, dessen Herstellung aufwendig und für einen beträchtlichen CO2 verantwortlich ist. Beim Lehm dient die im Aushubmaterial enthaltene Tonkomponente mit ihren feinen Teilchen als Bindemittel, das Sand und Kies zusammenhält.

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