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«Wir sind das Gedächtnis des Kantons Zürich»

Beat Gnädinger macht sich bereits Gedanken darüber, wo die anfallenden Akten nach 2035 Platz finden werden. Foto: Reto Oeschger

Unlängst fand im Irchelpark der Spatenstich für den Erweiterungsbau des Staatsarchivs des Kantons Zürich statt. Darin werden 18 Laufkilometer Akten Platz finden. Nennt man das papierlose Verwaltung?

Weshalb scannt und digitalisiert das Staatsarchiv die Eingänge nicht? Dann fände der jährliche Zuwachs in einem gängigen Büchergestell Platz, wie es in Ihrem Büro steht.

Spart aber viel Platz . . .

Doch sind die Dateien einmal auf einem Hardwarerecorder, sind sie sicher. Während Papier von Motten angefressen wird, vergilbt und Stockflecken bekommt.

«Ein Archiv besteht im Grunde aus tektonischen Schichten. Die ältesten sind bei uns über tausend Jahre alt.»

Beat Gnädinger

Im Staatsarchiv werden also künftig vor allem IT-Cracks beschäftigt?

Mir wird beim Zuhören gerade klar, dass ich gar nicht so genau weiss, welche Akten bei Ihnen landen.

Welche sind denn archivwürdig?

Wer entscheidet denn über Archivierung oder Papierkorb?

Welche Kriterien gelten da?

Wie können Sie denn sicherstellen, dass kritische Akten nicht bereits vorher verschwinden?

Das verstehe ich nicht . . .

Stellen sich hier nicht auch datenschützerische Fragen?

Sie sind seit elf Jahren Staatsarchivar des Kantons Zürich. Merken Sie, dass die Bürger gegenüber der Verwaltung immer misstrauischer werden?

Bald haben Sie wieder Platz. Fürchten Sie gelegentlich die Leere?