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Uni Basel eröffnet Botschaft in Kapstadt

Nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative blickt die Uni Basel über die Grenzen Europas hinaus: Sie erhält eine Abteilung an der University of Cape Town. Derweil sagen andere Unis, wie es um den Austausch steht.

Erhält drei neue Professuren: Die Universität Basel, hier der Eingangsbereich zum Kollegiengebäude.
Erhält drei neue Professuren: Die Universität Basel, hier der Eingangsbereich zum Kollegiengebäude.
Keystone

Als erste Schweizer Universität gründet die Uni Basel eine eigene Abteilung im Ausland, wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» berichtet. An der University of Cape Town soll die Uni Basel innerhalb der nächsten zwei Jahre eigene Räume erhalten. Es wird eine Art Botschaft der Wissenschaft, an der Basler Wissenschaftler forschen und die verstärkte Zusammenarbeit sicherstellen werden.

Bisher haben nur die vom Bund getragenen ETH Zürich und die ETH Lausanne Abteilungen im Ausland. In Singapur hat die ETH Zürich sogar ein eigenes Forschungszentrum errichtet. Nun will die Uni Basel nachziehen.

Austausch ohne Hürden

Der erste Schritt wurde diese Woche getätigt: Gemeinsam mit dem Africa Center for Cities bietet Basel ein neues Masterstudium an. 2016 starten die «Urban and Landscape Studies», die sich auf städtebaulichen und territorialen Entwicklung konzentrieren – mit einem Schwerpunkt auf Afrika. Der Universitätsrat hat dafür drei Professuren genehmigt. Zudem soll in Basel ein neues Institut gegründet werden. Dafür werden nun Drittmittel gesucht.

Nach dem Ja zur SVP-Zuwanderungsinitiative und dem damit verbundenen Ausschluss der Schweiz vom europäischen Austauschprogramm Erasmus, werden Kooperationen ausserhalb Europas noch wichtiger, sagt Antonio Loprieno, Rektor der Uni Basel. Die intensive Partnerschaft zwischen Basel und Kapstadt wird einen Austausch ohne Hürden ermöglichen. Das gilt für Studenten wie Dozenten.

Studentenaustausch nicht eingebrochen

Derweil zeigt eine Umfrage der «SonntagsZeitung» bei den wichtigsten Schweizer Hochschulen: Der Austausch von Studenten zwischen der Schweiz und Europa ist nach dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative nicht eingebrochen, wie das im Frühjahr viele befürchtet haben. Obwohl die EU-Kommission im Gefolge der Abstimmung vom 9. Februar die Schweiz vom EU-Austauschprogramm Erasmus+ ausschloss, haben fast alle austauschwilligen Schweizer Studenten für das Herbstsemester einen Platz an einer ausländischen Hochschule gefunden.

Auch die Anzahl der Austauschstudenten, die in die Schweiz kommen, ist nicht eingebrochen. An der Universität Zürich zeichnet sich für das Studienjahr 2014/15 sogar eine Zunahme ab.

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