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Von Weltklasse bis zum Drei-Minuten-Auftritt

3 Spiele, 4 Punkte, ausgeschieden. Das ist die nüchterne WM-Bilanz der Schweizer. Redaktion Tamedia nahm die Leistungen der einzelnen Spieler unter die Lupe.

Der Schweizer Keeper ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Torhüter dieser WM. In jedem Spiel zeigte er mindestens einen sogenannten Big Save. Seine Rettungstat nach 70 Minuten gegen Honduras' Alvarez könnte die Parade dieser WM sein. Benaglio war, man kann es so formulieren, der einzige Schweizer mit Weltklasse-Niveau.
Der Schweizer Keeper ist einer der besten, wenn nicht sogar der beste Torhüter dieser WM. In jedem Spiel zeigte er mindestens einen sogenannten Big Save. Seine Rettungstat nach 70 Minuten gegen Honduras' Alvarez könnte die Parade dieser WM sein. Benaglio war, man kann es so formulieren, der einzige Schweizer mit Weltklasse-Niveau.
Reuters
Das Bollwerk in der Innenverteidigung war gegen Spanien überragend und räumte alles ab. Gegen Chile und auch gegen Honduras unterliefen dem zuweilen hüftsteif wirkenden Walliser einige ungewohnte Fehler, die zu gefährlichen Kontern führten.
Das Bollwerk in der Innenverteidigung war gegen Spanien überragend und räumte alles ab. Gegen Chile und auch gegen Honduras unterliefen dem zuweilen hüftsteif wirkenden Walliser einige ungewohnte Fehler, die zu gefährlichen Kontern führten.
Reuters
Der Lazio-Verteidiger hatte Licht und Schatten. Defensiv war er gegen Spanien hervorragend und grätschte alles ab, was auf seiner Seite kam. Und das war immerhin Andres Iniesta. Nach vorne war er zwar sehr engagiert, aber häufig auch sehr unpräzis. Kaum eine Flanke von Lichtsteiner fand den gewünschten Adressaten.
Der Lazio-Verteidiger hatte Licht und Schatten. Defensiv war er gegen Spanien hervorragend und grätschte alles ab, was auf seiner Seite kam. Und das war immerhin Andres Iniesta. Nach vorne war er zwar sehr engagiert, aber häufig auch sehr unpräzis. Kaum eine Flanke von Lichtsteiner fand den gewünschten Adressaten.
Keystone
Seine WM passt zu seinen letzten vier Jahren. Kaum gespielt und immer wieder verletzt. Der Genfer war eigentlich Hitzfelds Hoffnungsträger in der zentralen Abwehr und auch bei den stehenden Bällen – vorne und hinten. Es blieb beim Konjunktiv.
Seine WM passt zu seinen letzten vier Jahren. Kaum gespielt und immer wieder verletzt. Der Genfer war eigentlich Hitzfelds Hoffnungsträger in der zentralen Abwehr und auch bei den stehenden Bällen – vorne und hinten. Es blieb beim Konjunktiv.
Keystone
Er ist eigentlich die Entdeckung dieser WM. Nach 36 Minuten im Spiel gegen Spanien ins kalte Wasser geworfen, überzeugte er in diesen wie auch in den beiden folgenden Partien. Er leistete sich kaum Aussetzer, wird aber nie zu einem Kopfballmonster werden. Dafür setzt er seine Schnelligkeit gut ein.
Er ist eigentlich die Entdeckung dieser WM. Nach 36 Minuten im Spiel gegen Spanien ins kalte Wasser geworfen, überzeugte er in diesen wie auch in den beiden folgenden Partien. Er leistete sich kaum Aussetzer, wird aber nie zu einem Kopfballmonster werden. Dafür setzt er seine Schnelligkeit gut ein.
Reuters
Der gebürtige Genfer hat enorme Fortschritte gemacht. Defensiv unterliefen ihm zwar eine kleinere Fehler, doch im Grossen und Ganzen war sein Auftritt solid. Mängel offenbarte der 24-Jährige im Spiel nach vorne. Vor allem seine Freistösse, die er mit dem linken Fuss zum Tor hätte drehen sollen, kamen eigentlich nie so, wie er sich das wohl gedacht hatte.
Der gebürtige Genfer hat enorme Fortschritte gemacht. Defensiv unterliefen ihm zwar eine kleinere Fehler, doch im Grossen und Ganzen war sein Auftritt solid. Mängel offenbarte der 24-Jährige im Spiel nach vorne. Vor allem seine Freistösse, die er mit dem linken Fuss zum Tor hätte drehen sollen, kamen eigentlich nie so, wie er sich das wohl gedacht hatte.
Reuters
Der Ostschweizer zeigte nach zwei durchzogenen Jahren eine ansprechende bis gute WM, auch wenn ihm kein Tor gelang. Vor allem gegen Spanien war er auf der rechten Seite mit viel Abwehrarbeit beschäftigt und verrichtete diese gut. Gegen Honduras versuchte er, das Spiel anzukurbeln, blieb aber wie seine Teamkollegen ergebnislos.
Der Ostschweizer zeigte nach zwei durchzogenen Jahren eine ansprechende bis gute WM, auch wenn ihm kein Tor gelang. Vor allem gegen Spanien war er auf der rechten Seite mit viel Abwehrarbeit beschäftigt und verrichtete diese gut. Gegen Honduras versuchte er, das Spiel anzukurbeln, blieb aber wie seine Teamkollegen ergebnislos.
Keystone
Der Tessiner kosovarischer Provenienz hatte sich so viel vorgenommen für die WM, doch dann zwickte im letzten Testspiel der Oberschenkel. Die Partie gegen Spanien verpasste er. Gegen Chile hatte er dann den unglücklich-ungeschickten Auftritt mit den rudernden Armen und der roten Karte nach schon einer halben Stunde. Seine «WM war zerstört», wie er es selber treffend formulierte.
Der Tessiner kosovarischer Provenienz hatte sich so viel vorgenommen für die WM, doch dann zwickte im letzten Testspiel der Oberschenkel. Die Partie gegen Spanien verpasste er. Gegen Chile hatte er dann den unglücklich-ungeschickten Auftritt mit den rudernden Armen und der roten Karte nach schon einer halben Stunde. Seine «WM war zerstört», wie er es selber treffend formulierte.
Keystone
Der Wirbelwind auf dem Platz spielte sich mit einem starken Spiel gegen Italien in die Mannschaft und hielt sich. Gegen Spanien spulte er am meisten Kilometer ab und wurde mit dem Siegtreffer belohnt – es sollte das einzige Schweizer WM-Tor bleiben. Gegen Honduras war seine Wirkung dann deutlich geringer und er leistete sich in der ersten Halbzeit gar einen beinahe kapitalen Bock. Dieser brachte ihm (indirekt) die gelbe Karte und die Auswechslung zur Pause ein.
Der Wirbelwind auf dem Platz spielte sich mit einem starken Spiel gegen Italien in die Mannschaft und hielt sich. Gegen Spanien spulte er am meisten Kilometer ab und wurde mit dem Siegtreffer belohnt – es sollte das einzige Schweizer WM-Tor bleiben. Gegen Honduras war seine Wirkung dann deutlich geringer und er leistete sich in der ersten Halbzeit gar einen beinahe kapitalen Bock. Dieser brachte ihm (indirekt) die gelbe Karte und die Auswechslung zur Pause ein.
Keystone
Die Qualitäten des langen Baslers sind bekannt. Und sie kamen gegen Spanien und Chile gut zum Tragen. Und sie offenbarten sich eben auch gegen Honduras, als aus dem Zentrum Ideen und Kreativität gefordert waren. Er konnte nicht im gleichen Mass Einfluss auf das Spiel nehmen wie beim FC Basel.
Die Qualitäten des langen Baslers sind bekannt. Und sie kamen gegen Spanien und Chile gut zum Tragen. Und sie offenbarten sich eben auch gegen Honduras, als aus dem Zentrum Ideen und Kreativität gefordert waren. Er konnte nicht im gleichen Mass Einfluss auf das Spiel nehmen wie beim FC Basel.
Keystone
Er wuchs zu einem Teil an seiner Aufgabe. Der Solothurner ist fraglos einer der besten und bissigsten Balleroberer im Zentrum und er macht das mittlerweile auch schon fast wie ein Chirurge. Früher waren seine Einsätze doch zuweilen eher von der groben Art, dass einige seine Tacklings schon als «jemanden inlern» bezeichneten. Hitzfeld wollte ihn zum Leader und Antreiber machen. Leader war er, Antreiber war er (noch) nicht.
Er wuchs zu einem Teil an seiner Aufgabe. Der Solothurner ist fraglos einer der besten und bissigsten Balleroberer im Zentrum und er macht das mittlerweile auch schon fast wie ein Chirurge. Früher waren seine Einsätze doch zuweilen eher von der groben Art, dass einige seine Tacklings schon als «jemanden inlern» bezeichneten. Hitzfeld wollte ihn zum Leader und Antreiber machen. Leader war er, Antreiber war er (noch) nicht.
Keystone
Kam in den letzten Minuten gegen Honduras zum Zug, als die Schweizer schon jede Taktik und Ordnung über Bord geworfen hatten und verzweifelt das 1:0 suchten. Sie fanden es nicht, das ist hinlänglich bekannt. An Shaqiri lag das nur bedingt. Der 18-jährige Basler bewies aber bei diesem Kurzauftritt auf der WM-Bühne, dass er fortan in diesem Team Akzente setzen wird.
Kam in den letzten Minuten gegen Honduras zum Zug, als die Schweizer schon jede Taktik und Ordnung über Bord geworfen hatten und verzweifelt das 1:0 suchten. Sie fanden es nicht, das ist hinlänglich bekannt. An Shaqiri lag das nur bedingt. Der 18-jährige Basler bewies aber bei diesem Kurzauftritt auf der WM-Bühne, dass er fortan in diesem Team Akzente setzen wird.
Keystone
So wie er sich über die Regionalliga in die Bundesliga kämpfte, könnte er sich auch ins Nationalteam kämpfen. Seine zwei Halbzeit-Einsätze in den Tests vor der WM waren zwar nicht überragend, aber als er an der WM gegen Chile aufs Feld kam, sorgte er mit seiner perfekten Vorlage per Absatztrick für eines der raren spielerischen Highlights in den drei Schweizer Spielen.
So wie er sich über die Regionalliga in die Bundesliga kämpfte, könnte er sich auch ins Nationalteam kämpfen. Seine zwei Halbzeit-Einsätze in den Tests vor der WM waren zwar nicht überragend, aber als er an der WM gegen Chile aufs Feld kam, sorgte er mit seiner perfekten Vorlage per Absatztrick für eines der raren spielerischen Highlights in den drei Schweizer Spielen.
Keystone
Er ist Stürmer und musste hängende Spitze oder sogar im rechten Mittelfeld spielen. Trotz seines guten Spiels gegen Spaniens passte ihm diese Rolle nur bedingt. Vor allem fühlte er sich ungerecht behandelt, als er nach dem Spanien-Spiel, wo er das Tor von Fernandes mit purer Willensleistung vorbereitet hatte, gegen Chile auf der Bank Platz nehmen musste. Er wird aber auch an seinen vergebenen Chancen (Pfostenschuss gegen Spanien, Matchball aus elf Metern gegen Chile und Kopfball gegen Honduras) gemessen.
Er ist Stürmer und musste hängende Spitze oder sogar im rechten Mittelfeld spielen. Trotz seines guten Spiels gegen Spaniens passte ihm diese Rolle nur bedingt. Vor allem fühlte er sich ungerecht behandelt, als er nach dem Spanien-Spiel, wo er das Tor von Fernandes mit purer Willensleistung vorbereitet hatte, gegen Chile auf der Bank Platz nehmen musste. Er wird aber auch an seinen vergebenen Chancen (Pfostenschuss gegen Spanien, Matchball aus elf Metern gegen Chile und Kopfball gegen Honduras) gemessen.
Keystone
Frei und die grossen Turniere sind keine Freunde. 40 Tore in 77 Länderspielen sind seine famose Ausbeute. Das ist eine wunderbare Quote. Doch nun hat er seit dem 9. September 2009 nicht mehr getroffen. Verletzungen prägten sein letztes Jahr. Dass er sich ausgerechnet vor dem Abflug nach Südafrika abermals eine Blessur zuzog, passte in das Bild seiner unglücklichen Auftritte an Welt- oder Europameisterschaften. Er konnte an der ganzen WM nie an seine alte (und von den Gegnern gefürchtete) Form anknüpfen.
Frei und die grossen Turniere sind keine Freunde. 40 Tore in 77 Länderspielen sind seine famose Ausbeute. Das ist eine wunderbare Quote. Doch nun hat er seit dem 9. September 2009 nicht mehr getroffen. Verletzungen prägten sein letztes Jahr. Dass er sich ausgerechnet vor dem Abflug nach Südafrika abermals eine Blessur zuzog, passte in das Bild seiner unglücklichen Auftritte an Welt- oder Europameisterschaften. Er konnte an der ganzen WM nie an seine alte (und von den Gegnern gefürchtete) Form anknüpfen.
Keystone
Ja, er schoss fünf Tore in der WM-Qualifikation. Wichtige Tore auch. Und ja, er ist vermutlich der kopfballstärkste Stürmer, den wir haben. Aber diese Qualitäten zeigte er während der WM in keinem Moment. Und warum ihn Hitzfeld zum Beispiel gegen Honduras 70 Minuten auf dem Platz liess, wird wohl das Geheimnis des Trainers bleiben.
Ja, er schoss fünf Tore in der WM-Qualifikation. Wichtige Tore auch. Und ja, er ist vermutlich der kopfballstärkste Stürmer, den wir haben. Aber diese Qualitäten zeigte er während der WM in keinem Moment. Und warum ihn Hitzfeld zum Beispiel gegen Honduras 70 Minuten auf dem Platz liess, wird wohl das Geheimnis des Trainers bleiben.
Keystone
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