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Japaner feiern den ersten WM-Auswärtssieg

Kamerun zeigte zum Turnierauftakt eine schwache Leistung und verlor 0:1. Für Japan traf Keisuke Honda sechs Minuten vor der Pause.

Keisuke Honda bringt Japan 1:0 in Führung.
Keisuke Honda bringt Japan 1:0 in Führung.
Reuters
Keisuke Honda lässt sich nach seinem Tor feiern.
Keisuke Honda lässt sich nach seinem Tor feiern.
Reuters
Yuichi Komano lädt Eric Choupo-Moting auf.
Yuichi Komano lädt Eric Choupo-Moting auf.
Reuters
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Die afrikanischen Teams kommen bei ihrer Weltmeisterschaft weiterhin nicht richtig in Fahrt. Fünf der sechs Teilnehmer haben ihre Auftaktspiele absolviert und lediglich für das siegreiche Ghana und den Gastgeber Südafrika gab es bislang Punkte. Algerien, Nigeria und Kamerun mussten sich geschlagen geben.

Mehr noch als die Niederlage muss Kameruns Coach Paul Le Guen aber der emotionslose Auftritt seiner Spieler zu denken geben. Die «unzähmbaren Löwen» bäumten sich erst in den allerletzten Minuten gegen die Niederlage auf. Dabei wäre für das Team um Samuel Eto'o, dem Stürmer von Champions-League-Sieger Inter Mailand, mehr möglich gewesen. Denn Japan spielte nicht überragend. Es kam ohne zu brillieren bei der vierten Teilnahme zum dritten WM-Sieg, dem ersten ausserhalb Japans.

Letztlich reichte dem Team von Takeshi Okada eine gute Flanke zum Erfolg. Sechs Minuten vor der Pause landete eine hohe Hereingabe von Daisuke Matsui vor den Füssen von Honda, der alleine vor dem kamerunischen Keeper problemlos sein fünftes Länderspiel-Tor erzielte. Japan blieb danach optisch leicht überlegen. Der Ball zirkulierte besser als bei den Kamerunern, doch auch nur in den neutralen Zonen. Dem zweiten Treffer am nächsten kam der für den starken Passgeber Matsui eingewechselte Shinji Okazaki mit einem Pfostenschuss.

Mbias Lattenschuss als Höhepunkt

Die Taktik des WM-Achtelfinalisten von 2002 ging auf. Kamerun fand keine Lösungen gegen das asiatische Defensivdispositiv. Samuel Eto'o blieb auf der rechten Flanke lange Zeit wirkungslos, und keiner seiner Mitspieler konnte die Rolle des Antreibers übernehmen. Mit langen Pässen und völlig frei von Überraschungseffekten wurden die Stürmer gesucht. Erst ein Solo von Eto'o in der 49. Minute führte zur ersten Torchance der in Afrika hoch gehandelten Kameruner. Von seinem Pass konnte Eric Choupo Moting nocht profitieren. Der in Deutschland geborene Länderspiel-Debütant schoss aus rund zehn Metern übers Tor.

Auf ein veritables Aufbäumen warteten die Zuschauer im auf 1400 Meter über Meer gelegenen Bloemfontein vergeblich. Kamerun, das zuvor bei fünf Teilnahmen nie zum WM-Auftakt verloren hatte, konnte von seiner physische Überlegenheit zu wenig profitieren. Dafür waren die Pässe zu ungenau, die Aktionen zu wenig gut durchdacht, und es fehlte überraschenderweise auch die Leidenschaft. Zum Ausgleich kamen die Zentralafrikaner dennoch beinahe: In der 86. Minute traf Rechtsverteidiger Stéphane Mbia mit einem wuchtigen Weitschuss die Latte.

si

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