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Torhüter-Fehler verhindert Fehlstart des Weltmeisters

Italien kam auch an der WM 2010, fast traditionell, nur mühsam aus den Startlöchern.

Antolin Alcaraz triftt zum 1:0. Die Italiener Fabio Cannavaro  und Daniele De Rossi (rechts) haben das Nachsehen.
Antolin Alcaraz triftt zum 1:0. Die Italiener Fabio Cannavaro und Daniele De Rossi (rechts) haben das Nachsehen.
Reuters
Antolin Alcaraz setzt sich gegen Fabio Cannavaro durch und erzielt das 1:0 gegen Paraguay.
Antolin Alcaraz setzt sich gegen Fabio Cannavaro durch und erzielt das 1:0 gegen Paraguay.
Reuters
Einer von vielen Zweikämpfen: Paraguays Claudio Morel (links) gegen Alberto Gilardino.
Einer von vielen Zweikämpfen: Paraguays Claudio Morel (links) gegen Alberto Gilardino.
Reuters
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Gegen Paraguay resultierte für den Titelverteidiger im Dauerregen von Kapstadt zum Auftakt der Gruppe F nur ein 1:1.

Im ersten Auftritt im kalten Südafrika hinterliess Italien noch nicht den Eindruck, ein heisser Anwärter auf den WM-Titel zu sein. Der vierfache Weltmeister, der die mutmasslich einfachste Vorrundengruppe aller Favoriten zu meistern hat, lief im 19. WM- Duell mit einem südamerikanischen Team während fast einer halben Stunde einem Rückstand hinterher. Ein Treffer von Daniele De Rossi (63.) verhinderte letztlich die erste Niederlage an einer Weltmeisterschaft seit dem bitteren Achtelfinal-Out 2002 gegen Südkorea.

Unter Zugzwang wurde Italien kurz vor der Pause nach einer Standardsituation gesetzt. Captain Fabio Cannavaro und De Rossi, zwei der sechs Weltmeister von 2006 in der Startformation, verloren nach einem Freistoss den Zweikampf in der Luft gegen Antolin Alcaraz, der aufgerückte Abwehrspieler des FC Brügge traf per Kopf zum 1:0. Für sein erstes Länderspieltor hätte sich der 27-jährige Innenverteidiger kaum einen wichtigeren Zeitpunkt auswählen können.

Italien fehlte Kreativität

Denn Paraguay, hinter Italien gemeinhin als zweitstärkstes Team der Gruppe F eingestuft, sah sich in der Anfangsphase praktisch ausschliesslich mit defensiver Arbeit konfrontiert. Die Südamerikaner bekundeten in der ersten halben Stunde mit dem starken Pressing des Weltmeisters grosse Mühe, klare Chancen liessen sie aber dennoch keine zu. Für Italien war der Gegentreffer wie ein unerwarteter Faustschlag ins Gesicht, der nachwirkte.

In den Reihen der «Squadra Azzurra» fehlten die überraschenden Effekte ebenso wie eine ordnende Hand, die Absenz des verletzten Spielmachers Andrea Pirlo konnte nicht kompensiert werden. «Ausser bei Standards waren wir kaum gefährlich», sagte Natuinaltrainer Marcello Lippi. Deshalb war es nicht mehr als logisch, dass der Ausgleich in der 63. Minute nach Corner und folgendem Goaliefehler fiel. Paraguays routinierter Keeper Justo Villar flog spektakulär am Ball vorbei, De Rossi brauchte zu seinem ersten Länderspiel-Tor seit fast genau einem Jahr (9. insgesamt) nur den Fuss hinzuhalten.

Buffon angeschlagen ausgewechselt

In der Folge erhöhte Italien den Druck spürbar, Pirlos Ersatz Riccardo Montolivo suchte vermehrt den Abschluss und Trainer Lippi mit der Einwechslung weiterer Offensivkräfte die Entscheidung. Die zwingenden Chancen, doch noch zum dritten Mal in Folge das Startspiel mit wenig Glanz für sich zu entscheiden, konnten sich die Italiener aber nicht erspielen. Gefährlichste Aktion war ein Weitschuss von Montolivo (83.).

Den ersten Wechsel hatte Lippi bereits in der Pause vornehmen müssen. Die Rückenprobleme von Goalie Gianluigi Buffon (eingeklemmter Ischiasnerv) nahmen bei den kalten Temperaturen offenbar wieder derart zu, dass sie ein Weiterwirken des Weltklasse- Keepers verhinderten. Zuvor war Buffon von den gelobten Bundesliga- Stürmern Paraguays (Valdez/Barrios) nicht ein einziges Mal geprüft worden. Alcaraz' 1:0 blieb der einzige Torschuss der defensiven «Albirroja» in der gesamten Partie.

si

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