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Reportage aus den USAWo der Ku-Klux-Klan mordete – und heute ein Schwarzer regiert

Der Mord an drei Bürgerrechtlern in Mississippi schockierte 1964 die USA und prägte den Kampf gegen den Rassismus. Löst der Tod von George Floyd aktuell etwas Ähnliches aus?

Mitglieder der Mississippi Freedom Democratic Party halten Porträts von den drei ermordeten Bürgerrechtlern aus Mississippi während einer Demonstration in  New Jersey 1964.
Mitglieder der Mississippi Freedom Democratic Party halten Porträts von den drei ermordeten Bürgerrechtlern aus Mississippi während einer Demonstration in New Jersey 1964.
Foto: Ralph Crane (The Life Picture Collection via Getty Images)

Leroy Clemons hat keine Erinnerungen an den 21. Juni 1964. Er war damals zwei Jahre alt. Es dauerte lange, bis er erfuhr, was sich in jener Sommernacht in seinem Heimatort in Mississippi zugetragen hatte. Vielleicht war da mal eine dunkle Andeutung am Esstisch, ein hingeraunter Satz in der Schule, aber mehr nicht. Nie. «Alle hatten sich irgendwie geeinigt, zu der Sache einfach zu schweigen», sagt Clemons. «Sie taten so, als wäre es ein Geheimnis.»

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