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Bilanz nach zwei WochenWo greifen die Massnahmen gegen das Coronavirus?

Am 28. Oktober hat der Bundesrat weitere Einschränkungen beschlossen. Nun sieht Alain Berset «ermutigende» Zeichen – aber noch keine Trendwende.

Eine Pflegefachfrau kümmert sich um einen Covid-Patienten auf der Überwachungsstation des Genfer Universitätsspitals.
Eine Pflegefachfrau kümmert sich um einen Covid-Patienten auf der Überwachungsstation des Genfer Universitätsspitals.
Foto: Martial Trezzini (Keystone)

Die Schweiz verzichtete anders als andere Länder in der zweiten Welle auf einen landesweiten Lockdown oder die Schliessung aller Gastronomiebetriebe. Der Bundesrat ergriff am 28. Oktober differenzierte Massnahmen, um die Kurve zu brechen. Er schränkte Veranstaltungen und private Anlässe stark ein, verfügte eine weitgehende Maskenpflicht und forderte Arbeitnehmer auf, zu Hause zu arbeiten. Das ist nun zwei Wochen her. Wo greifen die Massnahmen?

Wie hoch ist die Belastung der Spitäler?

Die Zahl der Covid-Patienten in den Spitälern steigt seit Wochen kontinuierlich an. Allein am Mittwoch meldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 304 neue Spitaleinweisungen von Covid-Patienten. Sollten die Fallzahlen in den nächsten Tagen und Wochen nicht stark sinken, sondern sich nur auf hohem Niveau stabilisieren, geraten die Spitäler ans Limit. Im Fokus stehen vor allem die Intensivstationen (IPS), deren Bettenzahl limitiert ist. Gemäss den neusten Zahlen des Koordinierten Sanitätsdienstes der Armee vom Mittwoch lagen 3739 Covid-Patienten im Spital. Davon benötigten 489 einen IPS-Platz. Weitere 126 Patienten lagen auf einer Überwachungsstation (Intermediate Care Unit). Am Mittwoch standen in der ganzen Schweiz insgesamt noch 297 IPS-Plätze zur Verfügung, zusätzlich 184 Betten auf den Überwachungsstationen und 5500 Betten auf Akutbettenstationen.

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