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Kolumne von Michèle RotenWo und auf welche Art ist Zürich kinderfreundlich?

Die Kleinen zählen zwar nicht immer zu den Lieblingsgästen – doch unsere Kolumnistin ist immer wieder überrascht über den Umgang mit den Knirpsen.

Interessant, wie sie diese Frage gestellt haben. Auf welche Art Zürich kinderfreundlich ist? Auf eine unerwartete Art, würde ich sagen. Schweizerinnen und Zürcher sind ja nun nicht ein Volk, dem die Kinderliebe schon im Ruf vorauseilt, wie etwa Italien oder andere vom Herzen her wärmer temperierte Länder. Und doch bin ich seit mittlerweile neun Jahren immer wieder überrascht, wie tolerant und offen Kinder an den meisten Orten in dieser Stadt willkommen geheissen werden.

Natürlich gibt es Restaurants oder Momente, wo man zu spüren kriegt, dass Kinder mitnichten zu den Lieblingsgästen zählen – aber das finde ich absolut legitim, vor allem, wenn sich die Kinder nervig benehmen. So hat mir neulich jemand schockiert erzählt, dass eine Mitarbeiterin in einem Café zu ihrer dreijährigen Tochter gesagt habe «sie solle bitte aufhören», mit dem Löffel auf dem Tisch herumzuhauen, was natürlich zur Folge hat, dass die Frau nie mehr in dieses Café geht, weil sie dort Kinder hassen.

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