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Abstimmung zum JagdgesetzWolfsjagd spaltet das Wallis

Sieben Wölfe wurden bisher schweizweit gewildert, die Täter bleiben straffrei. Der Kampf zwischen Wolf-Befürwortern und -Gegnern spitzt sich vor der Abstimmung zum revidierten Jagdgesetz zu.

M16: Die Wölfin wurde im Februar 2017 gewildert – das Verfahren gegen einen Verdächtigen wurde nun eingestellt.
M16: Die Wölfin wurde im Februar 2017 gewildert – das Verfahren gegen einen Verdächtigen wurde nun eingestellt.
Foto: Kapo Wallis
Auf dieser Forststrasse bei Mayoux im Val d’Anniviers lief der Wolf wohl entlang, als er geschossen wurde.
Auf dieser Forststrasse bei Mayoux im Val d’Anniviers lief der Wolf wohl entlang, als er geschossen wurde.
Foto: Pedro Rodrigues
Mayoux im Val d’Anniviers: Hier wurde 2017 ein Wolf gewildert – unter Verdacht stand ein pensionierter Polizist.
Mayoux im Val d’Anniviers: Hier wurde 2017 ein Wolf gewildert – unter Verdacht stand ein pensionierter Polizist.
Foto: Pedro Rodrigues
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Spaziergänger fanden den Wolfskadaver. Schnell war klar: Das Tier wurde gewildert. An seinem Fell klebte Blut, in seiner Schulter steckte eine Kugel. Nach dem Fund im Februar 2017 ausserhalb von Mayoux, einem Weiler im Val d’Anniviers, ergab eine Untersuchung, dass es sich um Wölfin M16 handelte. Um den Druck auf die Wilderer zu erhöhen, setzte die Gruppe Wolf Schweiz ein Kopfgeld von 10000 Franken aus. «Am Ende ist es der Job der Justiz, Beweise zu liefern», sagt der Präsident der Gruppe Wolf, David Gerke. Gerke, selbst Jäger, kennt den Fall. Indizien deuteten auf einen pensionierten Polizisten, der in der Nähe wohnt. Nun wird bekannt: Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen ihn mangels Beweisen eingestellt. «Nur in einem Nebenpunkt ist die Einstellungsverfügung noch nicht rechtskräftig», hält Staatsanwalt Jean-Pierre Greter fest.

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