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Sion mit RemisSt. Gallen überrennt Luzern und entthront YB wieder

Die Ostschweizer feiern gegen Luzern einen wichtigen Sieg und stehen in der Tabelle wieder zuoberst. Im Abstiegsduell enttäuschten Sion und Xamax.

Die St. Galler durften im Spiel gegen Luzern ausgiebig jubeln.
Die St. Galler durften im Spiel gegen Luzern ausgiebig jubeln.
Foto: Keystone
Die Ostschweizer setzten sich gegen den FCL 4:1 durch.
Die Ostschweizer setzten sich gegen den FCL 4:1 durch.
Foto: Freshfocus
Die Partie endete schliesslich torlos 0:0.
Die Partie endete schliesslich torlos 0:0.
Foto: Keystone
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Luzern der Angstgegner von St. Gallen? Davon war am Donnerstagabend nichts zu sehen. Die Ostschweizer Überflieger haben das Duell der beiden besten Rückrundenteams 4:1 für sich entschieden. Mit dem Sieg haben sie sich beim FCL nicht nur für die elf Niederlagen aus den vergangenen zwölf Spielen revanchiert, sondern sind in der Tabelle mit einem Punkt Vorsprung auch wieder an YB vorbeigezogen.

Schon in der 29. Minute lag das Team von Coach Peter Zeidler, dessen Vertrag am Mittwoch bis 2025 verlängert worden war, gegen den «Angstgegner» 3:0 in Front: Erst schob Ribeiro nach schönem Kombinationsfussball zum 1:0 ein (10.), dann erhöhte Itten nach einem nicht minder schönen Angriff auf 2:0 (27.) und nickte schliesslich auch zum 3:0 ein (29.).

Luzern nur mit Ehrentreffer

Der FCL wusste dem Offensivfussball und den Meisterambitionen der St. Galler lange nur wenig entgegenzusetzen. Nach der Pause ging es im ähnlichen Stil weiter, Quintillà stellte per Penalty auf 4:0 (49.) und Grün-Weiss machte weiter Druck.

In der 60. Minute konnte Marleku in seinem erst vierten Super-League-Einsatz zwar auf 1:4 verkürzen, und Luzern fand sich dann etwas besser zurecht. Für mehr reichte es im Kybunpark aber nicht. Während St. Gallen feiern durfte, muss Luzern im Kampf um den Europa-League-Platz einen Dämpfer verkraften.

Xamax bleibt am Tabellenende

In der anderen Partie des Abends konnte Stéphane Henchoz auch in seinem dritten Auftritt als Xamax-Trainer keinen Unterschied ausmachen. Nach einem Remis und einer Niederlage kamen die Neuenburger nun zuhause gegen Sion nicht über ein 0:0 hinaus.

Bei Xamax passte im Spiel gegen Sion nicht viel zusammen.
Bei Xamax passte im Spiel gegen Sion nicht viel zusammen.
Foto: Keystone

Dabei wäre dieses Spiel im Abstiegskampf eminent wichtig gewesen. Nun bleibt das Henchoz-Team auf dem letzten Rang sitzen und hat weiterhin vier Punkte Rückstand auf den Barrageplatz. Nach der 0:3-Niederlage im (ebenfalls bedeutenden) Abstiegsduell vom Sonntag gegen Thun und dem positiven Coronatest in den eigenen Reihen werden die Tage bei Xamax damit nicht gemütlicher.

Sion agierte aktiver

Doch im Spiel liessen die Rot-Schwarzen die nötigen Emotionen und die Durchschlagskraft fast gänzlich vermissen, um ihre missliche Situation etwas zu verbessern. Beinahe während der gesamten Partie, die insgesamt nur wenig geniessbare Fussballkost bot, war Sion die aktivere Mannschaft und machte mehr Druck aufs Tor.

Nur in der 76. Minute dürfte bei Henchoz noch einmal etwas mehr Hoffnung aufgekommen sein: Sion-Spieler Zock kassierte die gelb-rote Karte und musste vom Platz. Doch auch danach, in Überzahl, fehlte bei Xamax die nötige Zielstrebigkeit. So dürfte es für den Tabellenletzten in den fünf verbleibenden Runden ganz schwierig werden, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Telegramme:

St. Gallen – Luzern 4:1 (3:0)

1000 Zuschauer. – SR Fähndrich. – Tore: 10. Ribeiro (Guillemenot) 1:0. 27. Itten (Hefti) 2:0. 29. Itten (Quintillà) 3:0. 49. Quintilla (Foulpenalty) 4:0. 60. Marleku (Schürpf) 4:1.

St. Gallen: Zigi; Hefti, Stergiou, Fazliji, Muheim; Quintilla; Görtler, Ruiz (64. Bakayoko); Ribeiro (74. Staubli); Itten (80. Campos), Guillemenot (64. Rüfli).

Luzern: Müller; Grether, Lucas, Bürki, Mistrafovic; Kakabadse (46. Eleke), Voca, Schulz (46. Sidler); Matos (58. Marleku), Schürpf (88. Owusu); Margiotta (55. Binous).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Demirovic (gesperrt), Babic, Gonzalez (beide verletzt), Lüchinger, Costanzo und Ajeti (alle rekonvaleszent/wieder im Training). Luzern ohne Knezevic, Emini (beide gesperrt), Schwegler, Ndiaye, Ndenge und Burch (alle verletzt). 86. Schuss von Hefti an den Innenpfosten. Verwarnungen: 28. Schulz (Foul), 32. Ruiz (Foul), 55. Mistrafovic (Foul), 64. Fazliji (Foul), 70. Eleke (Foul), 75. Binous (Foul), 88. Hefti (Foul).

Neuchâtel Xamax – Sion 0:0

1000 Zuschauer. – SR Jaccottet.

Neuchâtel Xamax: Walthert; Djourou (46. Xhemajli), Oss, Djuric; Gomes, Mveng (88. Seferi), Kouassi, Seydoux; Araz (58. Corbaz); Sakho (70. Ramizi), Nuzzolo.

Sion: Fickentscher; Maçeiras, Bamert, Abdellaoui, Facchinetti; Baltazar (75. Toma), Zock, Grgic; Kasami (90. Khasa), Uldrikis (82. Itaitinga), Lenjani.

Bemerkungen: Neuchâtel Xamax ohne Doudin, Kamber und Dugourd (alle verletzt). Sion ohne Stojilkovic, Ndoye (beide gesperrt), Luan, Raphael, Andersson und Cavaré (alle verletzt). 76. Gelb-rote Karte gegen Zock (Foul). Verwarnungen: 29. Oss (Foul), 38. Nuzzolo (Foul), 45. Zock (Foul), 66. Kouassi (Foul), 88. Facchinetti (Foul), 91. Djuric (Foul), 92. Bamert (Foul).

Tabelle: 1. St. Gallen 31/62 (68:45). 2. Young Boys 31/61 (69:40). 3. Basel 31/55 (63:32). 4. Servette 31/45 (48:35). 5. Zürich 30/42 (40:56). 6. Luzern 31/42 (38:44). 7. Lugano 31/36 (36:40). 8. Thun 31/29 (34:61). 9. Sion 30/28 (32:50). 10. Neuchâtel Xamax FCS 31/24 (30:55).

8 Kommentare
    Klaus Sprecher

    Es stimmt natürlich. Der FC St Gallen wäre für die Schweiz und ihre internationale Stellung im Clubfussball erste Wahl als Fussballmeister.

    Wir wären sicher, dass der FCSG mindestens soviele UEFA Punkte international erspielen würde, wie der FCB in den letzten Jahren und zudem kann der FCSG und sein Trainer beweisen, dass sie nicht nur national sondern auch international und unter Mehrfachbelastung Leistung erbringen können.

    In diesem Sinne hopp FCSG.