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Der dunkle Traum vom Paradies

Vor 40 Jahren wurde Pier Paolo Pasolini ermordet, zur Retrospektive im Kino Xenix gehört auch Abel Ferraras neue Biografie «Pasolini».

Rekonstruktion und Spekulation, wie das war und gewesen sein könnte: Trailer zu «Pasolini» von Abel Ferrara. Video: Unifrance

Wenn es wahr ist, was Abel Ferrara in seinem neuen Spielfilm «Pasolini» erzählt, dann hat Pier Paolo Pasolini (1922-1975), der italienische Schriftsteller und Filmregisseur, dieser Katholik ohne Gott, dieser Kommunist ohne Dogma, nie aufgehört vom Paradies zu träumen, an dessen Existenz er zweifelte. Er träumte noch an seinem allerletzten Tag. Das ist ein poetischer Trost. Es erinnert ans vieldeutig funkelnde Leben eines widersprüchlichen Intellektuellen, nicht nur an den fürchterlich eindeutigen Tod, der sich noch nach 40 Jahren vor es drängt.

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