Die Bayern besiegen harmlose Griechen

In einem unspektakulären Spiel gewinnt der FC Bayern München gegen Olympiakos Piräus 2:0 und steht bereits im Achtelfinal. Auch Juventus Turin ist weiter.

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Dank Torgarant Robert Lewandowski und Joker Ivan Perisic hat Hansi Flick seinen ersten Auftrag erfüllt. Ein taktisch und personell neu ausgerichteter FC Bayern München mühte sich im Premierenspiel des Interimstrainers mit einem 2:0 (0:0) gegen Olympiakos Piräus in den Achtelfinal der Champions League. Mit seinem 21. Pflichtspieltor der Saison erlöste Lewandowski in der 69. Minute im ersten Spiel nach Niko Kovac vor allem den beförderten Flick, Perisic machte Sekunden nach seiner Einwechslung alles klar (88.).

Drei personelle Umstellungen nahm der 54-jährige Flick im Vergleich zum finalen 1:5 unter Kovac in Frankfurt vor. Am markantesten war die Massnahme, die unter Kovac gesetzten Künstler Philippe Coutinho und Thiago auf die Bank zu setzen. Im Abwehrzentrum ersetzte Javi Martínez den am kommenden Samstag im Liga-Topspiel gegen Borussia Dortmund gesperrten Jérôme Boateng. Dazu wurde Joshua Kimmich wie im Deutschen Nationalteam ins Mittelfeld vorgezogen.

Allzu viele Tormöglichkeiten sprangen in der ersten Halbzeit nicht heraus. Dabei war Piräus alles andere als ein Gegner von internationalem Format. Die Griechen agierten aus einer kompakten Defensive heraus und hofften auf den ein oder anderen Konter – mit geringem Erfolg.

Zur zweiten Halbzeit erhöhten die Münchner ein wenig das Tempo, was zu mehr Chancen führte. Das Tor fiel aber erst in der 69. Minute. Nach einer Flanke von Coman war Lewandowski zur Stelle. Für den Polen war es bereits das 21. Tor im 16. Pflichtspiel in dieser Saison. Zugleich löste sich ein wenig die Verkrampfung. Perisic sorgte schliesslich für die Entscheidung.

Das ganz grosse Bewerbungsschreiben für ein dauerhaftes Engagement von Flick auf der Bayern-Bank war es nicht. Bei der Suche des neuen Trainers will sich der Meister aber «nicht unter Druck setzen lassen». Das sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic beim TV-Sender Sky. «Wir versuchen, eine gute Entscheidung zu treffen. Wir werden uns die Zeit nehmen», ergänzte der Bosnier. Gerüchte um Verhandlungen mit Arsène Wenger hat er nicht bestätigt. «Das werde ich natürlich nicht kommentieren», sagte er nach dem Sieg der Bayern.

Juventus schlägt Lokomotive Moskau

Der ehemalige Bayern-Spieler Douglas Costa hat Juventus Turin in den Achtelfinal geschossen. Nach einer starken Einzelleistung erzielte der eingewechselte Brasilianer in der dritten Minute der Nachspielzeit den 2:1-Endstand bei Lokomotive Moskau. Durch den Erfolg kann der italienische Meister in den verbleibenden Spielen in der Gruppe D nicht mehr von einem der ersten beiden Tabellenplätze verdrängt werden.

Aaron Ramsey hatte die Gäste bereits in der dritten Minute nach einem schweren Fehler von Lokomotive-Torhüter Guilherme in Führung gebracht. Doch den Moskauern gelang in der 12. Minute durch Alexej Miranschuk der Ausgleich. Bis zum Auftritt von Douglas Costa, der sieben Gegenspieler aussteigen liess, waren beide Teams gleichwertig.

Bayern München - Olympiakos Piräus 2:0 (0:0)
70'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Raczkowski (POL).
Tore: 69. Lewandowski 1:0. 89. Perisic 2:0.
Bayern München: Neuer; Pavard, Martinez, Alaba, Davies; Kimmich, Goretzka (82. Tolisso); Gnabry (88. Perisic), Müller, Coman (91. Coutinho); Lewandowski.
Bemerkungen: Bayern München ohne Süle, Arp und Hernandez (alle verletzt). 45. Kopfball von Pavard an den Pfosten.

Lokomotive Moskau - Juventus Turin 1:2 (1:1)
SR Buquet (FRA).
Tore: 4. Ramsey 0:1. 12. Mirantschuk 1:1. 93. Costa 1:2.
Juventus Turin: Szczesny; Danilo, Bonucci, Rugani, Alex Sandro; Khedira (69. Costa), Pjanic, Rabiot; Ramsey (64. Bentancur); Higuain, Ronaldo (81. Dybala).
Bemerkungen: Juventus Turin ohne Cuadrado (gesperrt), Chiellini und de Ligt (alle verletzt). (dpa)

Erstellt: 06.11.2019, 21:49 Uhr

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