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«Schärfere Waffengesetze bestrafen anständige Bürger»

«Frauen haben beim Schiessen fast die bessere innere Ruhe als Männer»: Schützenpräsident Luca Filippini. Foto: Claudio Bader (13 Photo)

Nur wer in einem Schützenverein ist, darf künftig eine halb automatische Waffen besitzen. Der Bundesrat will voraussichtlich so die EU-Vorgaben für Schengen-Staaten erfüllen. Etwas Besseres kann Ihnen nicht passieren.

Aber Sie könnten durchaus noch ein paar Mitglieder brauchen?

Haben Sie Angst, dass auch Personen in Schützenvereine kommen könnten, denen es nicht um den Sport geht, sondern die tatsächlich ein Verbrechen planen?

Die Schützen sind eine politische Kraft. 1992 sind sie zu Tausenden vor dem Bundeshaus aufmarschiert und haben dazu beigetragen, dass das Stimmvolk den Kauf der F/A-18-Kampfjets bewilligte. Für den Bundesrat könnte es schwierig werden, etwas gegen den Willen der Schützen durchzusetzen.

Im August startet der Bundesrat die Vernehmlassung zu den Änderungen im Waffenrecht. Welche Verschärfungen würden die Schützen nie akzeptieren?

Dann müssten sich die Schützen vorwerfen lassen, zu riskieren, dass sich die Schweiz aus dem Schengen-Abkommen verabschieden muss.

Waffenbesitzern könnte es im Grunde gleichgültig sein, wenn sie eine Waffe abgeben müssten, die sie nicht brauchen. Weshalb ist Ihnen eine Waffe im Schrank so wichtig?

In der Schweiz ereignen sich in Familien überdurchschnittlich viele Mordfälle mit Waffen.

Angenommen, Sie haben Erfolg und der Bundesrat verzichtet auf einen Vereinszwang: Gibt es in hundert Jahren noch Schützenvereine?

Wie wollen Sie neue Mitglieder gewinnen?

Sie könnten mehr Frauen zu gewinnen versuchen – am Zürcher Knabenschiessen waren sie in den letzten Jahren so erfolgreich, dass der Ruf laut wurde, die Knaben aus dem Namen zu entfernen.

Was macht einen Schützen aus?

Sie selbst schiessen seit 37 Jahren. Was gefällt Ihnen an diesem Sport?

Sie sind Generalsekretär von Lega-Staatsrat Norman Gobbi. Auch er ist Schütze.

Und so wurden Sie sein Generalsekretär.