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Dieners Rücktritt mischt die Karten im Wahlkampf neu

Statt mit Verena Diener gehen die Grünliberalen im Oktober mit Martin Bäumle in die Ständeratswahl. Nun wittern andere Parteien ihre Chance.

Nach monatelangem Schweigen zu ihrer Zukunft konnte es Verena Diener plötzlich nicht mehr schnell genug gehen. «Jetzt machs nicht so spannend», fiel die grünliberale Zürcher Ständerätin ihrem Kantonalparteipräsidenten Thomas Maier gestern ins Wort, als dieser eine kurzfristig anberaumte Medienkonferenz mit meteorologischen Betrachtungen eröffnete. Kurz darauf war alles auf dem Tisch: Diener tritt per Ende Jahr zurück, in ihre Fussstapfen treten soll mit Nationalrat Martin Bäumle die andere prägende Figur der Grünliberalen – die beiden haben die Partei vor über zehn Jahren zusammen gegründet.

Diener sagte, nach vier Jahrzehnten in der Politik sei es Zeit für einen Schnitt. Jetzt sollten andere eine Chance bekommen. Es sei gut für den Kanton Zürich, wenn die Vertretung im Ständerat verjüngt werde. «Obwohl ich nach wie vor voller Tatendrang bin und Freude an der Arbeit habe», wie sie hinterherschob. Vier weitere Jahre im Amt wären ihr jedoch zu viel gewesen. Verworfen hat sie auch die Idee, aus taktischen Gründen noch einmal anzutreten und dann bei Halbzeit der Legislatur Platz zu machen für einen Nachfolger. Das hätte sie als unfair gegenüber der Stimmbevölkerung empfunden, sagte sie.

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