Suchy schiesst den FCB spät ins Glück

Der FC Basel bleibt im Jahr 2019 weiter ungeschlagen. Gegen ein tief stehendes Luzern gewinnt der FCB 1:0. Der FCZ unterliegt erstmals seit knapp vier Jahren in Sion.

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Das Duell zwischen Luzern und Basel bietet wenig Höhepunkte. Eine Standardsituation entscheidet das Duell vor gut 11'000 Zuschauern zehn Minuten vor Schluss zugunsten der Gäste. Der eingewechselte Ricky van Wolfswinkel setzte in der 80. Minute einen direkt getretenen Freistoss an den Pfosten, Abwehrchef Marek Suchy verwertete den Abpraller mit einer schönen Direktabnahme zum Siegtreffer für den FCB. Eine Chance zum Ausgleich bot sich dem Heimteam danach nicht mehr, die Basler dagegen verpassten dreimal, einen Treffer nachzulegen.

Hänni nimmt Basler Führung zurück

Dass ein stehender Ball für die Entscheidung sorgte, war symptomatisch für die Partie, die wenig Höhepunkte bot. Die Gäste zeigten sich insbesondere bei Freistössen und Cornern gefährlich, in der 36. Minute war ihnen der vermeintliche Führungstreffer noch aberkannt worden. Albian Ajeti traf nach einer Freistossflanke von Luca Zuffi mit dem Kopf, Schiedsrichter Nikolaj Hänni hatte die Partie allerdings noch nicht freigegeben, was er allerdings erst bemerkte, als die Luzerner gegen das vermeintliche 0:1 protestierten.

Das Heimteam tat sich in der Offensive schwer und konnte sich kaum Torchancen erarbeiten, was auch am FC Basel lag, der sich defensiv sehr clever und abgeklärt verhielt. Für Luzern war es die erste Niederlage unter Trainer und ehemaligen FCB-Assistenten Thomas Häberli im sechsten Pflichtspiel, Basel hingegen baute seine Serie der Ungeschlagenheit in der Super League auf zehn Partien aus.

Sion macht Boden im Abstiegskampf gut

Der FC Sion gewinnt erstmals seit bald vier Jahren wieder ein Heimspiel gegen den FC Zürich. Das frühe 1:0 durch den ehemaligen FCZ-Junior Anto Grgic war bereits die Entscheidung für die Walliser. Dank diesem Heimsieg rückt Sion im Kampf um einen Europacup-Platz vor. Rechnet man die drei Punkte für den mutmasslichen Forfait-Sieg gegen die Grasshoppers hinzu, sind die Walliser nur noch einen Zähler hinter dem viertplatzierten FCZ klassiert.

Für die Entscheidung war Mittelfeldspieler Anto Grgic bereits in der 6. Minute besorgt. Einen ersten Abschluss von Uldrikis konnte die Zürcher Abwehr noch blocken, dann traf Grgic aus kurzer Distanz. Es war sein erster Treffer seit dem letzten August.

Der FCZ fast noch mit einem Eigentor

Die Sittener verdienten sich den Erfolg, weil sie in einem ausgeglichenen Spiel die besseren Chancen hatten. Kurz vor der Pause wären sie um ein Haar zum zweiten Tor gekommen, als FCZ-Verteidiger Joël Untersee den Ball an die eigene Latte lenkte. In der Schlussphase hatte zudem auch Ermir Lenjani das 2:0 auf dem Fuss.

Die Zürcher enttäuschten, obwohl sie mehr Ballbesitz hatten. In der Offensive war der FCZ harmlos. Einzig Untersee nach einem Corner (65.) sowie Marco Schönbächler (83.) kamen einem Treffer nahe. Bei der zweiten Chance, wehrte Sions Verteidiger Maceiras den Ball in extremis ab. Der FCZ hat seit Anfang November kein Auswärtsspiel mehr gewonnen und seither in der Super League nur noch Neuchâtel Xamax und die Grasshoppers geschlagen - den Tabellen-Vorletzten und -Letzten.

Telegramme:

Sion - Zürich 1:0 (1:0)

8400 Zuschauer. - SR Schärer.

Tor: 6. Grgic 1:0

Sion: Fickentscher; Maceiras, Kouassi, Neitzke, Morgado; Grgic, Zock; Toma, Kasami (88. Mveng), Lenjani (80. Carlitos); Uldrikis (69. Fortune).

Zürich: Brecher; Untersee, Bangura, Maxsö, Charabadse; Sertic; Odey, Rüegg, Hekuran Kryeziu, Khelifi (61. Schönbächler); Ceesay (77. Binous).

Bemerkungen: Sion ohne Ndoye, Djitté, Mitrjuschkin, Raphael, Kukeli, Adryan und Maisonnial (alle verletzt), Zürich ohne Domgjoni (gesperrt) sowie Kololli, Winter, Marchesano, Nef, Pa Modou, Aliu und Guenouche (alle verletzt). 45. Untersee lenkt Ball an die eigene Latte. Verwarnung: 73. Ceesay (Foul).

Luzern - Basel 0:1 (0:0)

11'549 Zuschauer. - SR Hänni.

Tor: 80. Suchy (Freistoss Van Wolfswinkel) 0:1

Luzern: Zibung; Grether (89. Ugrinic), Lucas, Cirkovic, Sidler; Voca; Schneuwly, Schulz, Ndenge (58. Demhasaj), Schürpf (74. Custodio); Eleke.

Basel: Omlin; Xhaka, Cömert, Suchy, Petretta; Kuzmanovic (82. Frei), Balanta; Okafor, Zuffi (74. Van Wolfswinkel), Stocker (68. Kalulu); Ajeti.

Bemerkungen: Luzern ohne Schwegler (gesperrt), Juric, Knezevic, Salvi, Schmid und Vargas (alle verletzt), Basel ohne Widmer (gesperrt) und Bua (verletzt). 36. Tor von Ajeti aberkannt, da Spiel von Schiedsrichter Hänni noch nicht freigegeben. 80. Freistoss von Van Wolfswinkel an den Pfosten. Verwarnungen: 47. Kuzmanovic (Foul). 53. Cirkovic (Foul). 90. Kalulu (Unsportlichkeit). (dho/sda)

Erstellt: 30.03.2019, 21:28 Uhr

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