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Eine bizarre Mischrechnung

Kürzt das Parlament die Entwicklungshilfe vor Ort, steigt die Zahl der Migranten und damit die Kosten in der Schweiz.

MeinungHans Brandt

Auf die Frage, wie die Ströme der Migranten, die Richtung Schweiz und Europa fliessen, reduziert werden können, ­haben Beobachter zuletzt oft erwidert: «Das Leben in den Herkunftsländern der Menschen muss erträglicher werden; sie müssen weniger Grund haben, ihre Heimat zu verlassen.» Und dennoch soll die Schweiz die Entwicklungshilfe reduzieren, deren Ziel genau das ist: die Bekämpfung der Armut in Ländern, in denen viele Bewohner kaum noch eine Zukunft sehen.

Das Parlament hat beschlossen, dass 0,5 Prozent der Schweizer Wirtschaftsleistung für Entwicklungshilfe zur Ver­fügung stehen. Es heisst, dass dieses Ziel schon fast erreicht sei. Die Mittel für langfristige Armutsbekämpfung sind aber geringer, als sie auf den ersten Blick erscheinen. Denn die Berechnung dessen, was als Entwicklungshilfe gilt, ist irreführend.

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