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Eine Qual für den Aal

Im Hochrhein werden jährlich Tausende von Aalen von den Turbinen der Wasserkraftwerke verletzt oder getötet. Das Problem ist zwar erkannt, eine Lösung aber noch in weiter Ferne.

Ein halb toter Aal, der bei Dachsen aus dem Rhein gezogen wurde. Foto: Doris Fanconi
Ein halb toter Aal, der bei Dachsen aus dem Rhein gezogen wurde. Foto: Doris Fanconi

Es ist das erste Mal, dass ich einen Aal von so nahe sehe. Und es ist kein schöner Anblick. Das Tier blutet aus dem Mund, liegt seltsam schlaff da, obwohl es sich um ein mehr als armlanges, kräftiges Exemplar handelt. Bei genauer Betrachtung sieht man Schläge und Schnitte auf seiner grau-glänzenden Haut. «Er ist mit grosser Wahrscheinlichkeit im Wasserkraftwerk Schaffhausen in die Turbine geraten», sagt David Stutz, der den Aal aus dem Wasser gezogen hat. Das Tier dümpelte zuvor mit dem silberweissen Bauch nach oben am Flussgrund des Rheins. In unserem Blickfeld sehen wir zwei weitere tote oder halb tote Aale, die so dahintreiben. Eine kurze Wegstrecke rheinabwärts sind es nochmals vier. Die weissen Bäuche schimmern im leicht trüben Wasser unheimlich.

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