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Europa braucht Respekt, keine Liebe

Dass der Sommer 2015 nicht als Euro-, sondern als Griechenlandkrise Geschichte schreiben wird, sagt alles.

Die Europäische Union hat in diesem heissen Sommer etwas zurückgewonnen, was weit schwerer wiegt als die ihr geräuschvoll entzogene Liebe: Respekt. Respekt für ihre Entschlossenheit und Handlungsfähigkeit. Respekt für ihre unterschätzte Stärke und Stabilität. Mit ihrem langen Atem in der Griechenlandkrise hat die EU all jene eines Besseren belehrt, die aus ihr einen Koloss kurz vor dem inneren Zerfall machen wollten. Genährt von linken Euro- und rechten EU-Skeptikern hat sich das Bild des Zerfalls in den letzten Jahren immer tiefer in die öffentliche Debatte eingefressen.

Das griechische Fieber hat den Euro nicht angesteckt.

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