Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Sommaruga ist sehr engagiert»

Sieht die Schweiz als ausgesprochen europäisches Land: Dimitris Avramopoulos. Foto: Frederick Florin (AFP)

Sie kommen als EU-Kommissar nach Bern, um mit afrikanischen und europäischen Ministern über die Flüchtlingskrise im Mittelmeer zu beraten. Wie kommt es, dass diese Konferenz nicht in der EU, sondern im Drittstaat Schweiz stattfindet?

Also die Musterschülerin ausserhalb des Clubs?

Sommaruga schlägt vor, besonders verletzliche Menschen aus den Lagern in Libyen nach Europa zu bringen. Unterstützen Sie die Idee?

Aber sonst stehen die Zeichen auf der Mittelmeerroute doch in erster Linie auf Abschottung. Hilfswerke werfen den Europäern vor, das Geschäft der Menschenhändler in Libyen zu unterstützen, die in Camps Flüchtlinge unter schlimmen Bedingungen festhalten.

Wird Libyen so nicht für noch mehr Migranten eine Sackgasse?

Müsste für besonders verletzliche Personen nicht mehr getan werden?

Kritiker sagen, die EU gleiche immer mehr einer Festung.

Dazu muss ein Flüchtling die Chance haben, ein Asylgesuch zu stellen. Sollte man die Asylverfahren direkt in Flüchtlingslager auslagern?

Die EU übt viel Druck auf schwache Transit- und Herkunftsländer aus. Das ist doch unfair.

Aber nach wie vor gilt, dass bleiben kann, wer es einmal über das Mittelmeer geschafft hat. Weshalb ist es so schwierig, abgewiesene Flüchtlinge zurückzuschicken?

Die EU nutzt die Visapolitik gegenüber Herkunftsländern als Druckmittel. Treffen Sie so nicht die falsche Zielgruppe?

Die EU-Staaten sind sich schnell einig, wenn es darum geht, Grenzen zu kontrollieren. Nicht aber bei den Umsiedlungsprogrammen.

Wieder ein Lob für die Schweiz. Aber nicht bei allen Themen waren die Beziehungen zuletzt so entspannt. Bereiten Sie mit Ihrer Visite auch den Besuch von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker in zehn Tagen vor?