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Was Sexualopfer bei einer Anzeige erwartet

Penible Befragungen, lange Verfahrensdauer, und oft reichen die Beweise nicht für eine Verurteilung des Täters. Warum sich eine Anzeige für Opfer dennoch lohnt.

Schwierige Fälle für Justizia: Sexualopfer haben langwierige Verfahren zu erwarten.Foto: Pat Maise (Plainpicture)
Schwierige Fälle für Justizia: Sexualopfer haben langwierige Verfahren zu erwarten.Foto: Pat Maise (Plainpicture)

Jede Woche werden in der Schweiz rund 10 Vergewaltigungen bei der Polizei gemeldet und etwa gleich viele Fälle von sexueller Nötigung. Dies entspricht indes nur etwa 20 Prozent aller Fälle, die Dunkelziffer ist bei Sexualdelikten sehr hoch. Die Gründe für die tiefe Anzeigequote sehen Fachleute vor allem darin, dass Opfer und Täter sich meist kennen oder gar in einer nahen Beziehung zueinander stehen. Scham, Schuldgefühle sowie die Angst, im persönlichen Umfeld auf Unglauben zu stossen, würden die Opfer daran hindern, zur Polizei zu gehen, aber auch die Befürchtung, ein Strafverfahren könnte sich negativ auf die ganze Familie auswirken, sagt Psychologin Therese Burri von Lantana, der Fachstelle für Opfer von sexueller Gewalt in Bern.

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