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Zürichs Probleme mit dem LärmZoff um Tempo 30 blockiert die Stadt

Die Stadt sollte in zahlreichen Strassen den Lärm senken – doch es harzt. Nun hat die grüne Stadträtin Karin Rykart von Richard Wolff die Federführung im Tempo-30-Projekt übernommen.

Die Stadt hat ein Lärmschutz-Problem: Stadträtin Karin Rykart bei der Installation der ersten «Tempo 30 bei Nacht»-Strecke im Zürcher Seefeld im Sommer 2020.
Die Stadt hat ein Lärmschutz-Problem: Stadträtin Karin Rykart bei der Installation der ersten «Tempo 30 bei Nacht»-Strecke im Zürcher Seefeld im Sommer 2020.
Foto: Sabina Bobst

Die Stadt Zürich ist gleich doppelt gelähmt, am Boden und in der Höhe. Projekte für Strassenbauten und neue Häuser sind blockiert. Dafür gibt es drei Gründe: ein zögerlicher Stadtrat, Einsprachen der Umweltlobby und eine neue Praxis der Gerichte. Und es gibt ein Hauptproblem: In Zürich wohnen 140’000 Menschen an zu lauten Strassen. Der Bund verpflichtet die Stadt, den Lärm zu senken. Doch es harzt.

Der zögerliche Stadtrat

Ein effizientes, kostengünstiges, aber politisch hoch umstrittenes Mittel, um den Lärm zu reduzieren, ist Tempo 30. Die Stadt hat in den vergangenen Jahren vielerorts das Tempo gesenkt. Trotzdem verharrte die Lärmbelastung für viele Zürcherinnen und Zürcher auf hohem Niveau. Der Stadtrat ging schwierigen Fällen bislang aus dem Weg. Er verzichtete darauf, das Tempo auf Hauptstrassen mit vielen Lärmbetroffenen zu senken. Ein wichtiger Grund: Auch Trams und Busse müssten ihr Tempo drosseln.

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