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Pop-BriefingZu dieser Musik tanzt man in den Favelas von Rio

Die Pop-Kolumne zu folgenden Themen: Wie die Grammys Kanye Wests Grössenwahn bändigten. Wie sich die Plattenfirmen selbst abschaffen. Wie klingt Rio ohne Karneval? Wie Sven Regener, wenn er den Jazz probiert?

Sexuell heillos überspannte Texte und eine knochentrockene Produktion: Rios Partymusik, der Baile Funk, radikalisiert sich im Untergrund.
Sexuell heillos überspannte Texte und eine knochentrockene Produktion: Rios Partymusik, der Baile Funk, radikalisiert sich im Untergrund.
Foto: Christophe Simon (Getty Images)

Das muss man hören

Leo Justi aus Rio ist eigentlich ganz gesittet mit Bossa nova und Jazz aufgewachsen, hörte Smashing Pumpkins und Metallica – doch von den Hügeln der Favelas erreichte ihn irgendwann dieser Funk Carioca (bei uns besser bekannt als Baile Funk), der ihm keine Ruhe mehr lassen sollte. Zunächst war der Sohn einer Klavierlehrerin und eines Oboisten etwas beleidigt, von der Einfachheit dieser Musik, doch irgendwann habe er sich dem Spass ergeben, wie er in einem Interview erklärte.

Heute ist er unter dem Namen Heavy Baile einer der führenden Produzenten des Genres. Jetzt hat er mit unserem Liebling, dem nigerianischen Sprechsänger Magugu, einen Track aufgenommen, der kein Tanzbeinchen unberührt lässt.

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