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Neuer Corona-Chef im Interview«Zu Infektionsherden kann es auch in der Schweiz kommen»

Stefan Kuster, der neue «Mister Corona» des Bundes, rechnet auch in der Schweiz mit lokalen Krankheitsausbrüchen. Die gegenwärtig tiefen Fallzahlen rechtfertigten jedoch die weitgehenden Lockerungen des Bundesrates.

«Wollte man Ansteckungen vollständig verhindern, müssten wir dauernd im Lockdown bleiben», sagt Stefan Kuster, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit.
«Wollte man Ansteckungen vollständig verhindern, müssten wir dauernd im Lockdown bleiben», sagt Stefan Kuster, Leiter der Abteilung übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit.
Foto: Alessandro della Valle (Keystone)

Mitglieder der Experten-Taskforce kritisieren die Öffnungsschritte des Bundesrates als verfrüht. Geht der Bund mit der weitgehenden Lockerung des Corona-Regimes bewusst ein Risiko ein?

Wir nehmen die Inputs der Taskforce ernst, beobachten die Entwicklung von Fallzahlen, Hospitalisationen, Todesfällen sowie der Reproduktionszahl. Mit den stabil tiefen Fallzahlen gehen wir davon aus, dass es die Lockerungen verträgt. Streng genommen beschloss der Bundesrat am Freitag nicht grosse Lockerungen, sondern Vereinfachungen. Zudem gibt es nun sogar eine Maskentragpflicht bei Demonstrationen und weiterhin die dringende Empfehlung der Masken im ÖV. An anderen Orten empfehlen wir Masken oder eine Trennscheibe, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. Wir befinden uns also nicht in einem Normalzustand, aber wenn die Bevölkerung dies so empfindet, haben wir viel erreicht. (Die Mehrheit will eine Maskenpflicht – lesen Sie hier die Antworten der Tamedia-LeserInnen in der Corona-Umfrage geantwortet haben.)

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