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Kommentar zur psychischen LastZu lange zu viel Stress

Pandemie-Burn-out ist ein Massenphänomen. Es ist Zeit, dass die Verursacher etwas dagegen tun – die Arbeitgeber.

Wenn ein Kind bei der Videobesprechung dabei ist – dann ist das eben so.
Wenn ein Kind bei der Videobesprechung dabei ist – dann ist das eben so.
Foto: Julian Stratenschulte (AP)

Es war ein langer Winter. Vielleicht begann er schon im März 2020, als die Kitas und Schulen schlossen und man nachts noch am Küchentisch arbeitete, weil tagsüber keine Ruhe war. Vielleicht begann er, als die Selbstzufriedenheit von der zweiten Welle weggespült wurde. Man weiss es nicht mehr. Auf die Erinnerung ist kein Verlass in dieser überfordernden Zeit.

Wer so fühlt, so ausgelaugt von Arbeit, Kinderbetreuung, Politikverdrossenheit und einer endlosen Erschöpfung, hat vielleicht ein Leiden, das Psychologen «Pandemie-Burn-out» nennen. Es handelt sich um ein Massenphänomen, ausgelöst vom gesamtgesellschaftlichen Hoffnungsschwund, vom ständigen Abwägen zwischen den verschiedenen Übeln, vom Hin-und-her-Wechseln zwischen Rollen bei der Arbeit, im Freundeskreis und in der Familie, denen man nie gerecht wird. Bei manchen von Geldsorgen und Krankheit. Und bei vielen auch von Überarbeitung. Kurzum: zu lange zu viel Stress.

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