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Zürcher Stadträtin hat CoronaRykart: «Positiver Befund quasi zu einem günstigen Zeitpunkt»

Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart ist eine von 342 Personen im Kanton Zürich, die in den letzten 24 Stunden positiv getestet wurden. Angesteckt wurde sie vermutlich von ihrem Ehemann.

Stadträtin Karin Rykart hat das Coronavirus. Bisher spürt sie keine Symptome.
Stadträtin Karin Rykart hat das Coronavirus. Bisher spürt sie keine Symptome.
Foto: Samuel Schalch 

Karin Rykart (Grüne) weilt derzeit in den Ferien. Zu Hause in Zürich. Hier wurde ihr Gatte am Dienstag positiv aufs Coronavirus getestet, weshalb sich die Stadträtin in Quarantäne begab und testen liess. Auch ihr Test fiel positiv aus, wie das Sicherheitsdepartement am Donnerstag mitgeteilt hat. Rykart ist eine von 342 Personen, die in den letzten 24 Stunden im Kanton Zürich einen Corona-positiven Befund erhielt.

Rykart weist derzeit keine Symptome auf und werde ihren Pflichten von zu Hause aus nachkommen, heisst es weiter. Sie appelliert an die Bevölkerung, die Schutzmassnahmen gegen das Virus strikt einzuhalten. Alle seien angesichts der massiv steigenden Fallzahlen gefordert, ihren Beitrag zu leisten, um Infektionen so weit als möglich zu verhindern. Die Sicherheitsvorsteherin wird bis Ende der kommenden Woche in Isolation bleiben.

Kaum Kontakt zur Aussenwelt

Am Telefon sagte Rykart, der positive Befund sei «gewissermassen zu einem günstigen Zeitpunkt» gekommen. Denn sie hatte in den zwei oder drei Tagen vor dem Test ferienhalber keinen direkten Kontakt mit ihren Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat oder mit Mitarbeitenden. Rykarts Leben spielte sich in der Familie ab, was wiederum bedeutet, dass ihre drei Teenager nun in Quarantäne und getrennt von den Eltern sind. Da sie bisher keine Symptome verspüre und ihr Mann nur leichte, seien die Familienthemen momentan vor allem logistischer Art, sagt die Stadträtin.

Wo sich ihr Mann angesteckt hat, weiss er gemäss Rykart nicht. Mit dem Contact-Tracing hat sie noch keine Erfahrung sammeln können, da sie noch abwarte, was ihr Hausarzt sagt. Die 49-Jährige hat die Covid-App seit Frühling auf ihrem Handy. Das Testergebnis habe sie am Donnerstag erhalten, der Code für die App-Eingabe sei ihr deshalb noch nicht zugestellt worden.

Am Dienstag hatten Rykarts Stadtrats-Kollegin Corine Mauch (SP) und -Kollege Andreas Hauri (GLP) die Bevölkerung in einem eindringlichen Appell zu Vorsicht und Disziplin aufgerufen (sehen Sie hier das Video dazu).

27 Kommentare
    Fischer R

    Klares Wort: Gerade das hätte nicht passieren dürfen und zeigt auch die Oberflächlichkeit der verantwortlichen Personen. Vorbildfunktion ist die Hauptaufgabe in diesem Amt.

    Wenn man so unverantwortlich nicht alles unternimmt, wie Verbot von Demos etc.

    dann sind die Folgen persönlich nicht verwunderlich. Die Abwahl/Rücktritt sollt die Vernunft sein. Das die Demonstrationen sogar zur Weiterverbreitung geführt haben und auch Todesfälle auslösten, ist sehr wahrscheinlich oder eben dann sogar diese Personen selber trifft. Aber trotzdem gute Genesung, aber Sie sind selber Schuld und tragen eine Mitschuld an anderen Todesfällen.