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Sanierungsbedarf der Bellerivestrasse unbestrittenZürcher Verbände wollen wieder reden

Nach der Kehrtwende des Stadtrats sind nun auch wieder die Verbände bereit, über eine Sanierung der Bellerivestrasse zu diskutieren – jedoch nur, wenn die Leistungsfähigkeit der Strasse erhalten bleibt.

Die Zürcher Verbände sind bereit, an einer Lösung mitzuwirken, wenn die Leistungsfähigkeit der Strasse erhalten wird.
Die Zürcher Verbände sind bereit, an einer Lösung mitzuwirken, wenn die Leistungsfähigkeit der Strasse erhalten wird.
Foto: Thomas Egli

Nachdem aus der vom Zürcher Stadtrat Richard Wolff (AL) angekündigten versuchsweisen Sperrung zweier Fahrspuren für Autos auf der Bellerivestrasse zumindest vorerst nichts wird, signalisieren verschiedene Verbände neue Gesprächsbereitschaft. Die Sanierung der Strasse ist laut den Verbänden überfällig.

Man sei bereit für einen konstruktiven Dialog, wenn dabei die Bedürfnisse aller Interessengruppen berücksichtigt würden, teilten die Verbände am Freitag mit. Dieser Ansicht sind der KMU- und Gewerbeverband Kanton Zürich, der Touring Club Schweiz Sektion Zürich, der Gewerbeverband der Stadt Zürich, der Automobil-Club Schweiz Sektion Zürich, der Gewerbeverein Seefeld und der Hauseigentümerverband Zürich.

Grund für die Dialogbereitschaft ist die am vergangenen Freitag bekannt gewordene Kehrtwende des Stadtrats. Auf eine bereits für diesen Frühling geplante versuchsweise Sperrung von zwei der vier Fahrspuren für Autos wird verzichtet. Zudem hat der bisher zuständige Stadtrat Richard Wolff (AL), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, das Dossier an Stadträtin Karin Rykart (Grüne) abgegeben. Sie führt das Sicherheitsdepartement (lesen Sie hier mehr dazu).

Krach wegen Verkehrsversuch

Die Verbände haben sich vergangenes Jahr aus einem Beteiligungsverfahren zur Sanierung und Neugestaltung der vom Bahnhof Tiefenbrunnen zum Bellevue führenden Bellerivestrasse zurückgezogen. Grund dafür war der angekündigte Versuch der gesperrten Spuren beziehungsweise dessen Bewertung in zwei Studien.

Die Auswirkungen einer solchen Sperrung würden in den Studien weniger optimistisch bewertet, als Wolff dies darstelle, lautete der Vorwurf. Vermehrte Staus sowie Ausweichverkehr auf Schleichrouten seien zu befürchten. Zudem stellten sich rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Spurreduktion.

Gleichzeitig ist der Sanierungsbedarf der Zubringerstrasse vom rechten Zürichseeufer in Richtung Stadtzentrum unbestritten. Die Verbände sind laut Mitteilung bereit, an einer Lösung mitzuwirken, wenn die Leistungsfähigkeit der Strasse erhalten wird und die Interessen von Anwohnern, Gewerbe und Wirtschaft berücksichtigt werden.

Auch für den Veloverkehr solle es Verbesserungen geben, jedoch keine durchgängige Veloroute auf der Bellerivestrasse.

SDA

12 Kommentare
    Louis Deluigi

    Man hätte eben doch am besten Filippo Leuteneggers Ponton-Brücke realisiert. Die hätte auch die freie Sicht aufs Mittelmeer nur ganz wenig und nur vorübergehend versperrt.