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Landschaftsarchitektur in der Stadt«Zürich fehlt der Mut»

Walter Vetsch hat den Sechseläutenplatz und den Zoo gestaltet und städtische Projekte juriert. Nun geht er in Pension – und sagt, warum er die grössten Bäume auf «seinem» Platz fällen will.

«Die grösste Herausforderung besteht darin, alle Ideen unter einen Hut zu bringen»: Landschaftsarchitekt Walter Vetsch in «seinem» Zoo Zürich.
«Die grösste Herausforderung besteht darin, alle Ideen unter einen Hut zu bringen»: Landschaftsarchitekt Walter Vetsch in «seinem» Zoo Zürich.
Bild: Urs Jaudas

Sie haben als Landschaftsarchitekt 40 Jahre lang das Zürcher Stadtbild mitgeprägt. Von welchen Illusionen mussten Sie sich in dieser Zeit verabschieden?

Ich bin kein Illusionist. Ich versuche das, was ich will, auf irgendeine Art hinzubekommen. Es ärgert mich allerdings, dass bei Projekten die Meinung der Fachleute oft von Politikern versenkt wird. Der Sechseläutenplatz beispielsweise würde sich räumlich gemäss Wettbewerb bis zu den Häuserfassaden auf der Seite des Globus erstrecken. Dort stehen aber nach wie vor überalterte Platanen. Niemand würde es wagen, sie zu fällen, weil man sich mit einem solchen Entscheid unbeliebt machen würde. Dabei könnte der Platz noch ausladender und grosszügiger sein und wäre noch stärker mit der Stadt verbunden.

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