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Neue Massnahme in AltersheimenZürich testet Kühlwesten für Hitzetage

Der Heimverband Curaviva will die Arbeit der Angestellten in Alterszentren bei hohen Temperaturen erleichtern. Erste Versuche sind erfolgreich verlaufen.

Anstrengende Arbeit – vor allem bei Hitze: Eine Pflegerin betreut die Bewohnerin eines Zürcher Alterszentrums.
Anstrengende Arbeit – vor allem bei Hitze: Eine Pflegerin betreut die Bewohnerin eines Zürcher Alterszentrums.
Bild: KEYSTONE/Christian Beutler

Angestellte in Zürcher Altersheimen müssen mit Maske arbeiten. Das sei an sich schon mühsam und anstrengend, sagt der Präsident von Curaviva Zürich, André Müller, zum «Regionaljournal Zürich Schaffhausen». Wenn Hitzetage wie heute anstehen, belaste das die Angestellten zusätzlich.

Deshalb prüft der Heimverband derzeit in verschiedenen Institutionen neue Massnahmen zur Kühlung. Hierzu gehört das Tragen von Kühlwesten unter der Arbeitskleidung oder das Umlegen von kühlen Tüchern um den Hals.

Test während zweier Wochen

Beides werde seit rund zwei Wochen auch in den Einrichtungen des Kompetenzzentrums Pflege und Gesundheit Zürcher Unterland angewendet, sagt Müller. «Wir machen damit sehr gute Erfahrungen.» Derzeit wertet der Verband aus, in welchen Bereichen diese Massnahmen das Personal wirklich entlastet.

Für die Bewohnerinnen und Bewohner der Altersheime selbst seien hingegen keine neuen Hitzemassnahmen nötig, weil die Erfahrungen aus den Vorjahren weiterhin konsequent umgesetzt würden: Die Zimmer werden nachts gelüftet, tagsüber wenn nötig abgedunkelt, und die Bewohner werden dazu angehalten, viel zu trinken.

Umstritten ist der Einsatz von Klimaanlagen, weil man sich gemäss Müller nicht sicher ist, ob sie nicht zu einer weiteren Ausbreitung von Viren beitragen.

tif