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Kolumne zum Zürcher StadtbildZürich und die Löwenplage

Auf Häusern, Lampen, Brunnen, Geländern – überall ist Zürichs Wappentier. Wer Löwen nicht mag, muss in dieser Stadt leiden.

Der Löwe wie hier am Tor zur Wasserkirche lehrt Zürcher das Fürchten, auch wenn er das Wappentier der Stadt ist.
Der Löwe wie hier am Tor zur Wasserkirche lehrt Zürcher das Fürchten, auch wenn er das Wappentier der Stadt ist.
Foto: Sabina Bobst 

Stadtbild Nr. 57

Es gibt auf unserer Erde unzählige Ängste. Zum Beispiel die Androphobie, die Angst vor Männern; die Achluophobie, die Angst vor Dunkelheit; oder die Kynophobie, die Angst vor Hunden. Ob die Wissenschaft auch die Angst vor Löwen kennt, ist ungewiss. Falls ja, würde sie Leophobie heissen, und Zürich wäre der Hotspot.

Logisch hats in der Stadt viele Löwen, lässt sich einwenden, schliesslich ist der Löwe das Zürcher Wappentier. Das sehen sogar Leophobiker ein und akzeptieren, dass über dem Eingang des Rathauses goldene Löwen den blau-weissen Schild halten. Auch der steinerne Löwe vor der kantonalen Verwaltung am Walcheplatz leuchtet ein. Wo Staat, dort Löwe. Aber diese Viecher sind überall in der Stadt, auch dort, wo es keine Obrigkeit zu repräsentieren gilt.

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